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SVP-Grossrätin warnt: Nachlässigkeit im Asylwesen!


Laut Gross- und Gemeinderätin Martina Bircher haben 15 Prozent der Eritreer in Aarburg Beistände. Es drohe eine Kostenexplosion, weil Politik und Sozialindustrie die Augen verschliessen.

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Eritreische Flüchtlinge dienen als Beispiel für schwierige Integration. bko/archiv

SVP-Grossrätin und Aarburger Sozialvorsteherin Martina Bircher holt zum nächsten Schlag aus: In einem Vorstoss verlangt sie vom Aargauer Regierungsrat Antworten zu den Auswirkungen im Asyl- und Flüchtlingswesen auf die Kinder- und Erwachsenenschutzbehörden (Kesb).

Bircher thematisiert die sich zuspitzenden Schwierigkeiten bei der Integration durch «besonders fremde Kulturen» wie Eritrea. In Aarburg selbst musste 15 Prozent der Eritreer ein Beistand aufgezwungen werden. Bircher mahnt vor Blauäugigkeit und vor einer drohenden Kostenexplosion. 

Kostenexplosion befürchtet

Mit dem Anstieg der Asyl- und Flüchtlingszahlen aus sehr fremden Kulturen sind die Fälle im Bereich des Erwachsenen- und Kinderschutzrechts gestiegen. Deshalb fokussiert sich ihre Interpellation auf die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörden (Kesb). Martina Bircher fragt sowohl nach der Anzahl Beistandschaften als auch nach deren Form und den daraus resultierenden Kosten.

Dass sie auf alle Fragen die erwünschten Antworten erhält, sei nicht anzunehmen. Analysen, wie sie Bircher auf kommunaler Ebene macht, fehlen bei Kanton und Bund weitgehend. Das zeigte sich bereits 2014, als die politische Senkrechtstarterin damit für Furore sorgte, dass sie die Sozialhilfekosten im Flüchtlingsbereich unter die Lupe nahm. Sie fand heraus: «Wenn man die Zahlen von Asylstatistik und Sozialstatistik vergleicht, dann zeigt sich, dass unter dem Strich 75 Prozent der Ex-Asylbewerber am Schluss in der Sozialhilfe landen.» Der hintergründige Vorwurf: Der Bund überlasse das Risiko nach den fünf bis sieben Jahren einfach den Gemeinden.

 

Mehr zum Thema, Einordnungen und weitere Aussagen im ZT am Wochenende

Kommentare zu diesem Artikel (1)

Buchi, 19.05.2017, 20:22 Uhr

Sie fragt, weiss aber die Antworten bereits. Und was ist die Lösung. Wenn der Bund zahlt, dann ist es immer noch die Brieftasche des Bürgers. Man sollte bei allen Kriegsmaterial-Exporten 10% Strafzoll verlangen. Mit diesem Geld können wir dann locker die Sozialkosten der Flüchlinge bezahlen


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