Freitag, 23. Juni 2017

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Die Reha-Lücke wird geschlossen


Die Spital Zofingen AG und die aarReha Schinznach arbeiten künftig zusammen unter einem Dach.

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Dieser dreistöckige Neubau ersetzt das erste Zofinger Spitalgebäude aus dem Jahr 1888. fsp Architekten AG

Der Startschuss zum Neubauprojekt am Spital Zofingen ist gefallen. Gestern haben die Vertreter der Spital Zofingen AG, der aarReha Schinznach, der Stadt Zofingen und der Kantonsspital Aarau AG den Spatenstich des rund 12 Millionen Franken teuren Rehabilitationszentrums vorgenommen. Die Eröffnung ist für den Winter 2018 geplant. Der Neubau ersetzt das erste Zofinger Spitalgebäude aus dem Jahr 1888. «Altes muss weichen, aber das Andenken muss bleiben», sagt Christian Reize, CEO der Spital Zofingen AG. «Die Gedenktafel und die Büste des Spitalgründers Bernhard Lerch werden im neuen Gebäude ihren Platz finden, sodass man immer weiss, wo die Wurzeln des Spitals herkommen.»

Der Grossteil des neuen dreistöckigen Gebäudes wird künftig der aarReha, der Fachklinik für Rehabilitation, Rheumatologie und Osteoporose in Schinznach, zum Betrieb eines Rehabilitationszentrums mit 30 Betten vermietet. «Die Region Zofingen war bisher ein weisser Fleck, was die Reha anging», sagt Beat Schläfli, CEO der aarReha Schinznach. «Mit dem Spital Zofingen haben wir nun einen Partner gefunden, der bereit ist, mit uns eine Kooperation einzugehen.»

Rund 30 Betten für Reha
Die integrierte Versorgung ist das Ziel der Zusammenarbeit zwischen der Spital Zofingen AG und der aarReha Schinznach. Geplant ist der Betrieb eines Zentrums für muskuloskelettale und geriatrische Rehabilitation mit rund 30 Betten. «Muskuloskelettale Erkrankungen sind weltweit die wichtigste Ursache von chronischen Schmerzen, körperlichen Funktionseinschränkungen und den Verlust an Lebensqualität», weiss Christian Reize.

Die aarReha wird in den Bereichen Medizinische Diagnostik, Hotellerie und Facility Management durch das Spital Zofingen unterstützt. Weiter werden dem Schinznacher Unternehmen das Therapiebad, Trainingsräume und weitere medizinische Ressourcen zur Verfügung gestellt. «Dieses Zusammenarbeitsmodell ist zukunftsweisend», sagt Christian Reize. «Man muss nicht alles selber machen, man kann auch mit Organisationen zusammenarbeiten, die gewisse Sachen besser können als man selber.»

40 neue Arbeitsplätze
Das Bauvorhaben ist wirtschaftlich bedeutsam für die Region Zofingen. Zum einen kommen regionale Unternehmen beim Neubau zum Zug, zum anderen entstehen rund 40 neue Jobs. «Dieses Zusatzangebot stärkt den Standort des Spitals Zofingen, es gibt zusätzliche Arbeitsplätze und ist sicherlich eine Bereicherung für unsere Region», sagt Stadtammann HansRuedi Hottiger.

Mit der geplanten Kooperation wird die wohnortnahe medizinische Versorgung in der Region Zofingen weiter gestärkt, mit dem neuen Angebot der geriatrischen Rehabilitation insbesondere auch im Bereich der Altersmedizin.

Aufgrund der Tatsache, dass die Menschen immer älter werden, dürften die entsprechenden Leistungsangebote auf steigendes Interesse stossen, sind sich die Vertreter der Spital Zofingen AG und der aarReha Schinznach einig. Das Spital Zofingen nutzt das Interesse vonseiten der aarReha, um sein medizinisches Angebot abzurunden und Provisorien durch definitive Räumlichkeiten zu ersetzen.

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