Freitag, 23. Juni 2017

Zofingen

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Die Kanti Zofingen- Plattform für bedeutende Positionen


Die Absolventinnen und Absolventen der ehemaligen Maturaklasse 1 B der Jahre 1973 bis 1977 trafen sich.

BILDER
Mehreren Studierenden an der Kantonsschule Zofingen hat die Matura den beruflichen Aufstieg in hohe Positionen ermöglicht. (Kurt Buchmüller)

Die Klassen 1 A und 1 B waren die ersten der neu gegründeten Kantonsschule Zofingen. Bis ins Frühjahr 1976 fand der Unterricht provisorisch in Räumlichkeiten der Kantonsschule Olten statt. Am 26. April 1976 startet die Kantonsschule Zofingen im neu erbauten Bildungszentrum Zofingen (BZZ) mit 225 Schülerinnen und Schülern und den Abteilungen A, B, C und D sowie dem Seminar. Darunter waren auch die 22 Studierenden der Klasse 1 B. Fünfzehn stammten aus Zofingen, drei aus Oftringen und je eine Schülerin oder ein Schüler aus Brittnau, Murgenthal, Strengelbach und Wauwil. Neun von ihnen waren weiblichen Geschlechts. Sieben wählten die Medizin als Studium, drei die Naturwissenschaft und je zwei Geographie oder Psychologie. Romanistik, Sprache/Geschichte, Sozialpädagogik, Philosophie, Jus, Pharmazie und Wirtschaftswissenschaft waren je einmal vertreten und ein Schüler hatte sich noch nicht entschieden. Was ist aus ihnen geworden? Unter den zwanzig Teilnehmenden am Klassentreffen befanden sich zum Beispiel ein amtierender Stadtrat (Hans Martin Plüss), ein Verwaltungsratspräsident (Martin Werfeli), ein Professor der Universität Saarland (Andreas Manz), Professor Dr. Ursula Hochuli (Dozentin an der Fachhochschule Nordwestschweiz Olten), sowie Rainer Frösch (Leiter Regionalplanung zofingen regio).

Wieder am gleichen Pult sitzend
Ab 14 Uhr trafen sich die Ehemaligen draussen vor der Mensa zum Begrüssungsapéro. Sofort kam ein reger Gedankenaustausch in Gang, schliesslich findet dieses Klassentreffen nur alle fünf Jahre statt, da gibt es schon Stoff zum Erzählen. Die Klasse 1 B konnte ja nicht nur auf vierzig Jahre seit ihrem Maturaabschluss zurückblicken, sondern auch auf sechzig Jahre ihres Lebens; die meisten haben den Jahrgang 1957.

Kurz nach 15 Uhr verschoben sich die Feiernden samt einigen ebenfalls eingeladenen ehemaligen Lehrpersonen in das Zimmer 101, wo heute wie damals der Geographie-Unterricht stattfindet. Das habe seinen Sinn, erklärte Rektor Patrick Strössler, denn dieses Zimmer sei noch mit den gleichen Pulten und Stühlen möbliert wie bei der Eröffnung der Kantonsschule vor vierzig Jahren. Nach einer kurzen Standortbestimmung der heutigen Kanti forderte er die Anwesenden auf, dem Verein «Freunde und Gönner der Kantonschule» beizutreten.

Auslegeordnung im Ressort «Bildung»
Stadtrat Dominik Gresch orientierte über die aktuellen Vorhaben und Entwicklungen der Stadt Zofingen im Allgemeinen und besonders im Bildungswesen. Von zentraler Bedeutung sei der Bau des mit grosser Mehrheit genehmigten neuen Quartierschulhauses in unmittelbarer Nähe des BZZ, die damit verbundene Verlegung der Sportplätze und die Überschreibung der bestehenden Räumlichkeiten der Heilpädagogischen Schule. Was die Kantonsschule anbelange, sei etwas Ruhe eingekehrt, nachdem der Standort Zofingen zum medialen Streitpunkt eskalierte. In Aarau (oder anderswo) gebe es gar nicht Raum, um die rund 400 Studierenden aus Zofingen aufzunehmen. Zu Diskussionen habe in den vergangenen zwei Jahren auch die Berufs- und Weiterbildung in Zofingen geführt und das Standort- und Raumkonzept der Sekundarstufe II hätte den Verlust der Kaufmännischen Schule Zofingen bedeutet. Auch der Maschinenbau sei in Frage gestellt worden, was das Angebot der Berufsmatur gefährdet hätte. Obwohl der Grosse Rat gar nicht auf die Botschaft eingetreten sei, bleibe der finanzielle Druck bestehen. Auch auf Stadtebene sei einiges in Bewegung geraten: Die Umstellung auf das Modell 6/3, die Integration der Bezirksschule Brittnau, die Schulraumplanung verbunden mit dem Bau eines neuen Oberstufenschulhauses und die Prüfung eines gemeinsamen Oberstufenschulhauses mit Brittnau und Strengelbach. In Anbetracht dieser Aufgaben trösteten die Worte von Martin Luther: «Wenn die Schulen zunehmen, dann steht’s gut im Land».

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