Mittwoch, 20. September 2017

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Zivilschützer warten weiterhin auf Feierabend - mit Galerie


Seit Samstag ist der Zivilschutz Region Zofingen im Einsatz. Nach krassen 11-Stunden-Einsätzen konnte ein Teil entlassen werden. Für die Aufräumarbeiten sind aber weiterhin Zivilschützer von Nöten.

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Als Kommandant Heinz Häfliger am Samstagabend den Notruf erhielt, sass er mit der Familie gerade zuhause in Boningen beim Grillen. Selbst der Chef des Zivilschutz Region Zofingen wurde von der Schwere des Gewittersturms überrumpelt. Innert Kürze allerdings konnten rund 100 Zivilschützer aufgeboten werden, die sich sofort an die Unterstützung der Feuerwehr machten. Geflutete Keller mussten ausgepumpt werden und vieles mehr – die ersten Einsatzkräfte hatten über zehn Stunden am Stück zu arbeiten.

Am Montag hat die Feuerwehr die Führung nun an den Zivilschutz übergeben. Zeitweilen waren rund 140 Personen im Einsatz. Inzwischen konnten einige entlassen werden, nach wie vor sind jedoch rund 90 Zivilschützer mit Aufräumarbeiten beschäftigt. Unter anderem im Riedtal, wo ein Sturzbach kuhkopfgrosse Steine das Gelände herunterschwemmte. Bäume wurden ausgerissen und müssen ebenfalls zerkleinert und später entsorgt werden.

«Die Lage hat sich zwar entschärft und wir sind froh, dass alles so gut geklappt hat», sagt Kommandant Häfliger. Allerdings seien die Zivilschützer, die noch im Einsatz sind, weiterhin wichtig. Seit Samstag wurden rund 500 Schäden, Überschwemmungen und sonstige Problemfälle gemeldet. «Und seit Montag hatten wir sicher weitere 50 Fälle», sagt Thomas Senn, der mit seinem Team am Führungsstandort in der Zivilschutzanlage Zofingen die Einsätze koordiniert.

Grösste Arbeit derzeit ist das Ausräumen der völlig überfluteten Militärunterkunft Rosengarten. Doch auch die Zivilschutzanlage war direkt betroffen. Als die Zivilschützer am Samstag einrückten, mussten sich sich erst durch hüfthohes Wasser kämpfen und Fahrzeuge sowie Material aus der Anlage holen und trocknen. 

Der Zivilschutz Region Zofingen hat aktuell ausserdem einen Trupp ins Uerkental geschickt, wo die Lage nach wie vor prekär ist. «Aus Solidarität, denn die kommen da mit den Arbeiten gar nicht nach», erklärt Heinz Häfliger. Die Arbeit für den Zivilschutz ist noch nicht vorbei.

Kommentare zu diesem Artikel (1)

Peter Vonlanthen, 12.07.2017, 16:41 Uhr

Hut ab! Diese Katastrophe verleiht dem Zivilschutz einmal mehr seine Berechtigung. Wenn von einigen die Organisation auch belächelt wird oder wurde - heute ist es sicher anders. Gut ausgebildet, motiviert und einsatzbereit: So haben sich diese Leute für die Sicherheit an Mensch und Gut und die Schadensbewältigung seit Samstagabend präsentiert.
Meinen herzlichen Dank allen im Einsatz stehenden oder gestandenen AdZSO und den AdF, allen Kadern und den Kommandanten namens des Ressorts Sicherheit der Gemeinde Rothrist und des RFO Region Zofingen!


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