Freitag, 23. Juni 2017

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Heftige Gewitter: Dächer in Brand, Keller überflutet


Starke Regenfälle und Windböen wüteten in Teilen des Kantons. Die Feuerwehren standen im Dauereinsatz.

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An der Buchserstrasse in Aarau knickte eine verfaulte Pappel um und stürze in die Liegenschaft «Florahof». Verletzt wurde niemand. Nadja Rohner

Die ersten Gewitterzellen erreichten den Aargau am späten Donnerstagnachmittag und wüteten in verschiedenen Regionen des Kantons. In der Notrufzentrale gingen zahlreiche Meldungen wegen umgestürzter Bäume und überfüllter Keller ein. 15 Feuerwehren rückten aus und standen bis spät in die Nacht im Einsatz. Für Teile der Nordwestschweiz galt eine Unwetterwarnung der Stufe «Rot».

Lokal wurden starke Windböen gemessen – in Villmergen beispielsweise 74 Stundenkilometer. In Aarau stürzte an der Buchserstrasse eine Pappel auf ein Gebäude. Der Baum musste am Freitagmorgen mithilfe eines Krans entfernt werden. Verletzt wurde dabei niemand. An mehreren Orten sorgten Blitzeinschläge zudem für Brände. In Oberkulm fing kurz vor 1 Uhr eine Scheune Feuer. Schlimmeres konnte verhindert werden, weil der Landwirt den Brand löschen konnte, noch bevor die Feuerwehr mit einem Grossaufgebot vor Ort war. Kurz darauf traf ein Blitz ein Wohnhaus in Wölflinswil und löste einen Brand im Dachstock aus. Die Bewohner hätten sich ins Freie retten können, weil sie vom Donnerschlag geweckt worden seien, schreibt die Kantonspolizei in einer Mitteilung. Die Feuerwehr konnte den Brand rasch löschen und grösseren Schaden am Gebäude abwenden. Dieser beläuft sich nach ersten Schätzungen dennoch auf mehrere 10000 Franken. Und um 1.30 Uhr geriet auf einem Feld in Muri ein Storchennest in Brand, das sich auf dem Mast einer Hochspannungsleitung befand. «Ob die Vögel zu Schaden kamen, ist der Polizei nicht bekannt», heisst es in der Mitteilung weiter. Im Einsatz stand die Feuerwehr Muri.

Personen wurden bei den Unwettern nach Angaben der Kantonspolizei keine verletzt. Bei der Aargauer Gebäudeversicherung (AGV) sind bis Freitagmittag rund 50 Meldungen über Blitz-, Sturmund Wasserschäden eingegangen. «Eine Region, wo es zu den meisten Schäden gekommen ist, lässt sich zurzeit nicht bestimmen», sagt AGV-Sprecherin Lorna Oliver. Die Schadensumme der bisherigen Meldungen betrage rund 200000 Franken. «Wir gehen davon aus, dass noch weitere Schäden gemeldet werden in den nächsten Tagen.» Pünktlich auf das Wochenende hat sich die Wetterlage wieder beruhigt: Viel Sonnenschein ist für Samstag und Sonntag angekündigt.

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