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Groupe Mutuel rutscht 2015 in die roten Zahlen

Der Krankenversicherer Groupe Mutuel ist im Geschäftsjahr 2015 in die roten Zahlen gerutscht. Das Walliser Unternehmen erlitt einen Verlust von 127,2 Millionen Franken, nach einem Gewinn von knapp 126 Millionen Franken im Vorjahr.

Verwaltungsrats-Präsidentin Karin Perraudin nannte am Dienstag vor den Medien in Martigny VS drei Gründe, die das Ergebnis stark beeinflusst hätten. Sie verwies auf die gestiegenen Gesundheitskosten, tarifliche Anpassungen in den Zusatzversicherungen und die tiefen Renditen an den Finanzmärkten.

2015 seien etwa die Kosten der obligatorischen Krankenpflegeversicherung schweizweit um knapp 5,5 Prozent auf 28,9 Milliarden Franken gestiegen. Perraudin bezeichnete das Jahresergebnis dennoch als ziemlich erfreulich.

Die Zahl der Versicherten in der obligatorischen Krankenversicherung stieg im vergangenen Jahr um knapp 3 Prozent auf 1,227 Millionen. Der Umsatz erhöhte sich hier um 5,6 Prozent auf 4,99 Milliarden Franken. Und das Prämienvolumen belief sich auf 4,2 Milliarden Franken.

Pro Versicherten stiegen die Gesundheitskosten gegenüber dem Vorjahr um über 6 Prozent auf 3340 Franken. Dank der Prüfung medizinischer Rechnungen habe die Groupe Mutuel rund 10 Prozent auf alle in Rechnung gestellten Leistungen einsparen können, teilte das Unternehmen mit.

Die Begrenzung der Verwaltungskosten habe auch im laufenden Jahr Priorität, stellte Perraudin fest. 2015 lagen die Verwaltungskosten pro Versichertem bei 147 Franken. Laut Perraudin möchte der Versicherer auch Wege zur Lockerung der Abschlusspflicht und zur Tarifdifferenzierung erkunden.

Im vergangenen Jahr führte der Versicherer neue Produkte für Rechtsschutz, Privatpflicht und Hausrat ein. Hier konnte ein Umsatz von 13,8 Millionen Franken erzielt werden. Diese Anstrengungen sollen fortgesetzt werden.

Auch bei den Lebensversicherungen stieg 2015 der Umsatz um fast 4 Prozent auf 85,6 Millionen Franken. Das Unternehmen spricht von einer erfreulichen Finanzlage bei der beruflichen Vorsorge (BVG) trotz schwieriger Rahmenbedingungen. Das Prämienvolumen habe 143,8 Millionen Franken erreicht und der Deckungsrad der beiden Vorsorgestiftungen betrug im Durchschnitt 118,1 Prozent.

Die beiden Privatversicherungsgesellschaften, die Groupe Mutuel Versicherungen GMA und die Mutuel Versicherungen, wiesen 2015 einen um 7,4 Prozent tieferen Umsatz von rund 607,6 Millionen Franken aus.

Die Groupe Mutuel beschäftigt rund 2050 Mitarbeitende in der ganzen Schweiz, davon mehr als 1200 im Wallis.

sda, 07.06.2016 13:22



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