Mittwoch, 27. Juli 2016

Zofingen

17 bis 26°C

Nachricht von Gestern, 10:09 Uhr

Längere Aufenthaltsgenehmigungen für Flüchtlinge in Griechenland

Asylsuchende erhalten in Griechenland künftig längere Aufenthaltsgenehmigungen. Letztere sollen neu für einen Zeitraum von einem Jahr gelten, teilte der griechische Stab für die Flüchtlingskrise am Mittwochabend mit.

Der Schritt sei notwendig geworden, weil die Asylverfahren in den meisten Fällen mindestens ein Jahr dauerten, berichtete die Athener Tageszeitung "Kathimerini" unter Berufung auf einen Mitarbeiter der griechischen Asyl-Behörde.

Bisher betrug die legale Aufenthaltsdauer für Syrer in Griechenland sechs Monate, für andere Staatsangehörige wie Afghanen und Pakistaner nur einen Monat. Viele der Aufenthaltsgenehmigungen seien längst abgelaufen, hiess es in dem Bericht weiter.

Zusätzlich zu den neuen Dokumenten erhalten Flüchtlinge von nun an ein Armband mit persönlichen Daten, das sie zu kostenlosen Arztbesuchen berechtigt. Arbeiten dürfen sie jedoch nicht - eine entsprechende Genehmigung muss weiterhin gesondert beantragt werden.

Über Termine für ihren Asylantrag sollen die Menschen in Zukunft per sms informiert werden. Bis zu einem solchen Termin könnten wegen der Vielzahl der Anträge Monate vergehen, zitierte die Zeitung "Kathimerini" den Mitarbeiter der Asyl-Behörde. Die Zahl der Flüchtlinge in Griechenland liegt derzeit bei rund 57'000.

1100 Flüchtlinge im Mittelmeer gerettet

Wie die italienische Küstenwache derweil mitteilte, retteten Internationale Einsatzkräfte im Mittelmeer seit Mittwoch fast 1100 Flüchtlinge. Die Flüchtlinge befanden sich an Bord mehrerer Schlauchboote, die in Sicherheit gebracht wurden. Die Geretteten befinden sich an Bord von drei Schiffen, die demnächst in Catania, Trapani und Lampedusa eintreffen sollen.

Laut dem italienischen Premier Matteo Renzi könne man nicht von einer "Flüchtlingsinvasion" sprechen. Gegenüber dem Vergleichszeitraum 2015 seien seit Beginn dieses Jahres weniger Flüchtlinge in Süditalien eingetroffen, hiess es. Italien versorgt in seinen Flüchtlingseinrichtungen zurzeit rund 110'000 Flüchtlinge.

Nach Angaben des UNO-Flüchtlingshochkommissariats (UNHCR) sind seit Anfang dieses Jahres etwa 48'000 Menschen per Boot in Süditalien eingetroffen. Das entspricht einem Rückgang von 1,5 Prozent im Vergleich zum Vergleichszeitraum 2015. Die meisten in Italien angekommenen Flüchtlinge stammen aus Nigeria, Gambia, Somalia, Côte d'Ivoire und Eritrea.

sda, 09.06.2016 10:09



Sie befinden sich hier: 

Home / ERSTE SEITE Mobile-Website anzeigen


Verlag

Zeitungen





Copyright 2013 © Zofinger Tagblatt AG