Montag, 24. Juli 2017

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Zofingen ist das Zentrum und Herz der Siegfried-Gruppe


Die Unternehmensleitung der Siegfried AG hat 2016 «viele Nüsse erfolgreich geknackt», und das mit Erfolg.

BILDER
197 Aktionärinnen und Aktionäre, die 47,58 Prozent des Aktienkapitals vertraten, nahmen an der GV der Siegfried AG im Zofinger Stadtsaal teil. (Foto: bkr)

Zufriedene Gesichter an der 114. Generalversammlung der Siegfried AG: Die Firma hat für 2016 ein solides Ergebnis abgeliefert. Die Aktionärinnen und Aktionäre konnten sich so eine Dividende von 2 Franken pro Namenaktie genehmigen. Das sind 20 Rappen mehr als im Vorjahr. Zudem macht auch der aktuelle Börsenkurs der Siegfried-Aktie deren Besitzerinnen und Besitzern Freude. Für Verwaltungsratspräsident Andreas Casutt das Resultat der harten, aber auch erfolgreichen Arbeit der letzten Jahre.

«Vor sieben Jahren haben wir die neue Strategie mit dem Namen Transform vorgestellt. Wir gaben uns damals sechs Jahre Zeit, um die Gesellschaft auf eine neue Grundlage zu stellen, die ihr Überleben in der Zukunft sichert.» Heute könne er festhalten, sagt Casutt, dass die Ziele dieser Strategie im Berichtsjahr nicht nur erreicht, sondern auch implementiert worden seien. «Siegfried geht es heute sehr gut.» Erzielt wurde 2016 mit 717,7 Millionen Franken der höchste Umsatz in der langen Firmengeschichte und mit 27,9 Millionen ein respektabler Reingewinn, der allerdings deutlich unter dem Vorjahr (39,1 Millionen) blieb.

Rekordumsatz keine Überraschung

Der Rekordumsatz sei nach der Übernahme von Hameln Pharma und Teilen der BASF keine Überraschung. Hingegen stellte sich Casutt die Frage, wie sich die Ertragslage nach den absehbaren Aufwendungen für die Integration der neuen Standorte entwickeln würde. «Wir können feststellen, dass sich auch das Betriebsergebnis durchaus sehen lassen kann.»

Die Integration der zugekauften Werke habe die Organisation vor enorme Herausforderungen gestellt. Aber ein altes russische Sprichwort sagt: «Gott schenkt uns die Nüsse, aber er knackt sie uns nicht auch noch.» Casutt ist beeindruckt, was das Management und die Mitarbeitenden der Siegfried Gruppe geleistet und auf die Beine gestellt haben: «Viele Nüsse wurden erfolgreich geknackt.»

Welche Rolle spielt Zofingen als Produktionsstandort in der nun mit einem Werk in Nantong in China global tätigen Siegfried AG? Dazu Verwaltungsratspräsident Casutt vor den Aktionärinnen und Aktionären: «Das neue Werk in Zofingen, welches in vergleichbarem technischem Design wie die Anlage in Nantong gebaut wurde, hat den kommerziellen Betrieb aufgenommen. Angesichts der hohen Auslastung in Zofingen ist die Schliessung alter Anlagen noch nicht möglich.» Diese werde jedoch notwendig sein, um die Profitabilität des Standorts Zofingen langfristig zu sichern.

40 neue Laborplätze

«Wir investieren in Zofingen aber nicht nur im Produktionsbereich. Wir bauen zurzeit eine neue Logistik mit rund 5000 Palettenplätzen und wir werden die Laborfläche für unsere Entwicklung vergrössern.» Konkret geht es um rund 40 neue Laborarbeitsplätze. «Siegfried glaubt an Zofingen als Zentrum und Herz der Gruppe.»

Trotz aller Erfolge: «Wir arbeiten weiterhin am Thema kritische Grösse. Wir dürfen uns nicht auf den Lorbeeren der Vergangenheit ausruhen.» CEO Rudolf Hanko zeigte der Generalversammlung auf, wo er Lücken und damit Chancen im Portfolio sieht. Fixfertige Medikamente aus einer Hand sind es, was Pharmafirmen in Zukunft von ihren Zulieferinnen erwarten.

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