Donnerstag, 21. September 2017

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Das Tablet, das auch ein Laptop ist


Das iPad kann viel, den Laptop ersetzen aber doch nicht wirklich. Geht das mit einem Windows-Tablet? Wir habenes ausprobiert.

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Aus Tablet wird Laptop. HO

Das Tablet macht unser Leben leichter – und gleichzeitig unsere Umhangtaschen schwerer. Tragen doch viele mittlerweile sowohl ein Notebook als auch ein Tablet bei sich. Denn iPad und Co. können zwar viel, den (Arbeits-)Laptop ersetzen sie aber nicht. Anders verhält es sich mit sogenannten Hybridgeräten, welche die Vorzüge von Notebook und Tablet vereinen wollen. Sie verfügen sowohl über einen Touchscreen als auch über eine abnehmbare Tastatur. Gleichzeitig Tablet und Notebook – klingt gut. Doch wie kommt man damit im Alltag zurecht? Wir wollten es genauer wissen und haben eine Woche lang iPad und MacBook gegen das Dell Venue 11 Pro ausgetauscht. Ein Fliegengewicht ist das Gerät nicht. Ohne Tastatur wiegt es 726 Gramm und ist damit rund ein Drittel schwerer als das iPad Air. Es hat auch einen etwas grösseren Bildschirm (10,8 Zoll). Das macht das Venue 11 Pro zwar unhandlicher. Die zusätzliche Grösse wirkt sich aber positiv aus, wenn man die Tastatur daran steckt und es als Laptop verwendet.

Viele schöne Kacheln
Als Betriebssystem kommt das neue Windows 8.1 zum Einsatz. Dieses hat zwei Gesichter: Eine Desktop-Oberfläche, die man von älteren Windows-Versionen kenn; man kann darauf mit dem Mauszeiger bequem Ordner erstellen und Dateien hin- und herschieben. Und eine Kacheloberfläche für den Tablet-Gebrauch. Die Kacheln repräsentieren die verschiedenen Apps und sind gross genug, sodass man sie mit der Zeigefingerspitze bequem trifft, wenn man sie öffnen will. An beide Oberflächen gewöhnen wir uns rasch. Besonders schätzen wir, dass wir hier nicht nur Applikationen aus dem Windwos Store laden können, sondern auch andere kompatible Software aus dem Netz. So installieren wir etwa nicht das Microsoft Office, sondern die gratis Alternativ Open Office. Nützlich ist auch der USB-Slot. So kann man Daten per Memory-Stick übertragen – etwas, was das iPad nicht kann. Diese Vorteile, die ein «richtiger» Computer mit sich bringt, haben wir wegen der häufigen Nutzung des iPads fast vergessen. Schnell lernen wir sie wieder zu schätzen. Doch bald erkennen wir auch die grosse Schwäche von Windows 8.1. Es ist dieselbe, die schon vor rund 18 Monaten bei der Lancierung von Windows 8 bestand: die fehlenden Apps. Twitter und Facebook gibt es natürlich. Doch was ist mit anderen, von uns häufig genutzten Apps? Spotify, Feedly, Dropbox, Pocket – gibt es alles nicht. Wir sind gezwungen auf Alternativen auszuweichen, was wir aber eigentlich nicht wollen.

Wenig gute Apps
Noch schlimmer ist es bei den Zeitungs-Applikationen. «Die Nordwestschweiz» gibt es nicht als Windows-App – man kann höchstens das E-Paper im Browser lesen. Doch das ist umständlich, ein richtiges Zeitungsfeeling kommt da nicht auf. Doch auch andere Zeitungen wie der «Tages-Anzeiger» und die «NZZ» bieten ihre Inhalte nicht in Windows-Apps an. Eine Ausnahme ist «20 Minuten». Damit fällt das Venue 11 Pro und das Betriebssystem Windows 8.1 für unseren Gebrauch durch. Denn für kaum etwas nutzen wir das iPad so häufig wie für das Lesen von Zeitungen und Magazinen. Auch wenn wir die coolen Kacheln etwas vermissen werden, freuen wir uns am Ende der Woche, dass wir nun das iPad Air wieder in die Hände nehmen dürfen. Das Erste, das uns auffällt: Wau, ist das angenehm leicht!

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