Freitag, 29. Juli 2016

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Der «Bestatter» kommt auf die Festung


Die neuste Folge der Schweizer Krimiserie spielt auch im Jugendheim – der Direktor kennt die Vorurteile.

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Für die Krimiserie drehten die Mitarbeiter von snakefilm zwei Tage lang auf der Aarburg. Bild:zvg

Es ist die perfekte Kulisse für einen Krimi: Das Jugendheim Aarburg. Genauso sahen das die Macher des «Bestatters» der Produktionsfirma snakefilm. Sie wählten den Schauplatz für Szenen der zweiten Folge der neuen Staffel, die am Dienstagabend von Schweizer Radio und Fernsehen (SRF) ausgestrahlt wird. «Die Dreharbeiten dauerten nur zwei Tage», sagt Hans Peter Neuenschwander, Leiter des Jugendheims. Der Festungsalltag nahm derweil seinen gewohnten Lauf. Neuenschwander selber wie auch die Mitarbeiter und Bewohner des Heims kommen nicht vor in der Krimiserie.

Gedreht werden sollte unter anderem im Büro von Neuenschwander. «Das wollte ich aber lieber nicht. Der Inhalt des Drehbuches ist nicht so vorteilhaft», sagt der Direktor. Denn: Der fiktive Festungsdirektor in der Serie hatte ein Verhältnis mit einem ehemaligen Bewohner, der im «Bestatter» zum mutmasslichen Straftäter geworden ist. Im Drehbuch war die Beziehung zwar einvernehmlich. «Das geht dennoch nicht. Und es gibt immer Leute, die Fiktion und Realität nicht unterscheiden können», so Neuenschwander. Überhaupt seien Vorurteile keine Seltenheit. «Viele Leute denken, wer einmal auf der Festung war, ist sein Leben lang kriminell.» Natürlich gebe es vereinzelt erwachsene Straftäter, die im Jugendheim gelebt haben. «Dennoch kann man nicht sagen, dass Leute, die auf der Festung untergebracht sind, zukünftige Straftäter sind.» 

Mehr dazu in der Dienstagsausgabe von ZT/LN.

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