Minuszahlen: Die Wikoner Gemeindezahlen bleiben tiefrot

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In Wikon wird nach 2015 auch im 2016 ein Minus erwirtschaftet. (Archivbild)
 

An der Gemeindeversammlung muss die Gemeinde ein Minus von 875'239 Franken präsentieren.

Die Laufende Rechnung der Gemeinde Wikon hat erneut tief im Minus geschlossen. 2016 betrug der Ausgabenüberschuss 875'239 Franken, budgetiert waren für letztes Jahr 899'978 Franken. 2015 schrieb Wikon bereits mit 842'079 Franken rote Zahlen.

Gemeindepräsident René Wiederkehr zeigt sich nicht erfreut, auch wenn das Defizit leicht geringer als budgetiert ausgefallen ist. Und: «Gut entwickelten sich die Steuererträge», so Wiederkehr. Die Gemeindesteuern betrugen 3,8 Millionen Franken - 64'289 Franken mehr als veranschlagt war. Hier waren es Sondersteuern und bereits abgeschriebene und dennoch geflossene Steuern, die sich positiv auswirkten. Bei den Sondersteuern schenkten hingegen die Grundstücksgewinnsteuern deutlich weniger ein. Der Landverkauf der Parzelle 305 trug zudem 109'779 Franken bei.

Hohe Restkostenfinanzierung

Beim Blick auf die Kostenblöcke fallen unter anderem die gegenüber Budget grösseren Ausgaben im Bereich der Verwaltung auf. Diese entstanden aufgrund der personellen Wechsel zu Beginn des letzten Jahres. Im Gesundheitswesen musste mit 461521 Franken ein rund 50000 Franken höherer Nettoaufwand konstatiert werden. Gemäss Botschaft für die Gemeindeversammlung vom 18. Mai ist es zu einer Verschiebung von Kosten im stationären zum ambulanten Bereich gekommen. Die Ausgaben für die Spitex explodierten förmlich von 88321 Franken im 2015 auf 172440 Franken im letzten Jahr. Die Zunahme der Restkosten sei «besorgniserregend», heisst es.

Strukturelles Defizit

Es ist ein strukturelles Defizit, das die kleine Wiggertaler Ortschaft eingefahren hat. Denn 2013 mit einem vergleichsweise geringen Minus von 114468 Franken und 2014 mit einem Gewinn von 1,169 Millionen Franken profitierte die Gemeinde von Landverkäufen, die die Rechnung positiv beeinflusst hatten. Für Gemeindepräsident René Wiederkehr nimmt die Spychermatte-Abstimmung am 21. Mai für die finanzielle Zukunft der Gemeinde deshalb eine zentrale Bedeutung ein. Erfolgt der Landverkauf an den Investor des Überbauungsprojektes, die Pensionskasse pro, spült dies nämlich einen Buchgewinn von rund sechs Millionen Franken in die Gemeindekasse. Was für Wiederkehr fast mehr zählt, sind aber die mittelfristig zu erwartenden zusätzlichen Steuererträge von Neuzuzügern.

Bei einem Nein erwartet die Gemeinde Wikon schon 2017 ein weiteres Defizit von über 1,2 Millionen Franken und die Veschuldung der Gemeinde. Der Gemeindepräsident warnt: «Der Finanzausgleich wird nicht einfach so kommen.» Denn mit etwas besseren Steuereinnahmen fiele nicht so viel aus dem kantonalen Ressourcenausgleich, einem der drei Ausgleichsblöcke, an. Eine Steuerfusserhöhung könnte daher für Wikon zum Thema werden, allerdings würde eine realistische Anpassung nach oben wohl nur das Defizit etwas verringern, aber bei weitem nicht tilgen.

Gemeindeversammlung Wikon: Donnerstag, 18. Mai, 20 Uhr in der Mehrzweckhalle.

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