Runde Tische funktionieren nicht überall

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Chefredaktor Philippe Pfister.
 

Chefredaktor Philippe Pfister über erfolgreiche und nicht stattfindende Gespräche.

Im Bildungsbereich gab es letztes Jahr einen ordentlichen Chlapf. Beinahe wäre Zofingen unter die Räder gekommen. Wir erinnern uns: Im Raum standen zunächst Pläne, die Wirtschaftsmittelschule an der Kanti und der Maschinenbau an der Berufsfachschule zu stärken – im Gegenzug hätte Zofingen die kaufmännische Grundausbildung verloren. So weit, so klar.

Plötzlich war aber vom Ersteren nicht mehr die Rede: Zofingen drohte der einseitige Verlust der KV Ausbildung, ohne im Gegenzug etwas zu erhalten. Politik und Wirtschaft gingen auf die Barrikaden. Grossrätinnen und Grossräte aus der Region setzten sich an einen Tisch, um das Vorhaben zu bekämpfen. Wirtschaftsvertreter, Lehrer und Schüler unterstützten sie. Mit Erfolg: Der Grosse Rat trat nicht auf die Vorlage ein, auch dank Opposition aus anderen Regionen.

Erfolge fangen öfters, als man denkt, damit an, dass man sich einfach mal an einen Tisch setzt, eine emotionslose Auslegeordnung macht und versucht, sich auf gemeinsame Interessen zu einigen. Bei der Abwehr von Plänen, die Zofingen geschadet hätten, ist das gelungen. Andernorts scheint die Idee runder Tische noch nicht recht zu greifen.

Vor ein paar Wochen habe ich hier angekündigt, den Versuch zu unternehmen, Bewegung in den Streit um den Altstadt-Verein «Piazza» zu bringen. Auch hier kurz zur Erinnerung: Dass es Kritik am Verein gibt, ist weiss Gott kein Geheimnis. Wir haben darüber berichtet, Kritiker kamen zu Wort, die «Piazza»-Vertreter wehrten sich heftig.

Wir baten einige Kritiker sowie eine Vertretung des «Piazza»-Vorstands an einen Tisch. Ich freute mich auf ein lebendiges Gespräch, dem wir gerne mindestens eine Doppelseite eingeräumt hätten. Leider wird es – vorerst – nicht dazu kommen. Die eingeladenen Kritiker stellten Bedingungen, auf die wir uns nicht einlassen konnten – konkret wollen sie sich nicht mit dem «Piazza»-Präsidenten an einen Tisch setzen. Das muss ich respektieren. Ausgesprochen schade ist es trotzdem. Ganz aufgeben wollen wir das Vorhaben nicht. Nächstes Jahr unternehmen wir einen neuen Versuch – vielleicht haben sich bis dann die Emotionen etwas gelegt.

 

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