Bei «Senns» prallen Politik und Praxis aufeinander

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Seite an Seite: Beat Senn (Senn AG), Monika Ulrich (Standortförderung), Patrick Ritzi, Heinz Senn sen. (beide Senn AG), Regierungsrat Urs Hofmann, Jörg Senn, Markus Rudin (Amt für Integration), Heinz Senn, Thomas Buchmann (Amt für Wirtschaft). fup
 

Einmal im Monat besucht Regierungsrat Urs Hofmann (SP) bedeutende Firmen im Kanton Aargau. Die Senn AG hinterliess bei ihm einen bleibenden Eindruck.

«Gold wert» seien handwerksfördernde Unternehmen wie die Senn AG, sagte Regierungsrat Urs Hofmann bei seinem Besuch. Ein Rundgang durch den über 250 Mitarbeiter starken Betrieb beeindruckte den Volkswirtschaftsdirektoren sichtlich; Zitat: «Vor allem die Vielfalt der Angebote.» Die Senn AG ist nicht einfach Metall- und Stahlbaufirma, sondern auch mit den Bereichen Blech- und Edelstahlcenter, Notstromanlagen, Events, Pneukrane und Transporte erfolgreich unterwegs. Gründer Heinz Senn senior arbeitet mit 89 immer noch in der Firma, die er vor genau 60 Jahren aus dem Boden gestampft hat und heute von seinen Söhnen geleitet wird.

Bei der an den Rundgang anschliessenden Diskussionsrunde diskutierten Firmen- und Kantonsvertreter auf Augenhöhe. Ein «unkomplizierter Austausch», den Sozialdemokrat Hofmann der Familie Senn auch in Zukunft offenlassen will.

Ein soziales Unternehmen

Unter der Leitung von Geschäftsführer Beat Senn debattierte die Kantonsdelegation mit den Unternehmern über anspruchsvolle Themen wie Raumplanung, Fachkräftemangel, Hochwasserschutz und Submissionsverfahren. Die aargauische Praxis, Grossaufträge oft über Generalunternehmungen zu vergeben, habe nicht nur Vorteile für einen Bauherren, erklärte Beat Senn. Im Falle der neuen SBB-Brücke in Oftringen hätte dies beinahe dazu geführt, dass die Senn AG nicht am Projekt beteiligt worden wäre. Das Thema Hochwasserschutz im Zusammenhang mit dem Tychkanal trifft zwar auch die Senn AG, blockiert momentan aber vor allem die Ausbaupläne des Perry Center (wir berichteten).

Die Senn AG profiliert sich ausserdem als soziales Unternehmen, was nebst Hofmann auch Markus Rudin, Leiter Amt für Migration und Integration, sehr freute. So beschäftigt das Familienunternehmen mitunter Menschen, die einen Unfall hatten oder sehr lange arbeitslos waren. «Es ist super, dass Sie solche Leute beschäftigen», lobte der Regierungsrat. Geschäftsleitungsmitglied Jörg Senn wiederum erklärte, dass speziell bei der geteilten Entlöhnung durch IV und Arbeitgeber «nicht alles richtig» laufe.

Hofmann versprach, die Inputs aufzunehmen und in Verwaltung oder Regierungsratskollegium zu thematisieren. Keine Neuigkeiten hatten die Kantonsvertreter zum Ausbau neue Wiggertalstrasse und der Firmenbesiedelung des ehemaligen Strabag-Areals. Monika Ulrich von Aargau Services Standortförderung erklärte aber, sie sei zuversichtlich, dass auf dem Ex-Strabag-Land «etwas Passendes kommt». Aber nicht von heute auf morgen.

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