Der «gejodelte Indianer»

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Gölä bei Radio Inside: «Mein grosser Vorteil ist: Ich bin kein Künstler!» DANIEL KÜNG
 

g Auf seinem neuen Album hat Gölä seine grössten Hits mit verschiedenen JodelChören nochmals aufgenommen.

Gölä, erklärst du uns, wie es zu deinem jüngsten Streich «Urchig» kam?
Gölä: Wie fast immer in meiner Karriere war es keine geplante Sache, sondern eine Verkettung einer Menge von Zufällen. Ich war am Promomachen für mein letztes Album «Stärne» und dazu gehören halt auch TV-Auftritte. Das SRF wünschte sich überdies ein «Star-Duett». Na gut, dachte ich, dann beisst du in diesen sauren Apfel. Als Duettpartnerin wurde Kathrin Burch auserkoren, und als wir die zu Hause überraschten, da realisierte ich: Die jodelt ja und ist sogar in einem JodelChor! Eigentlich sollten wir nur zu zweit auftreten und den «Schwan» singen, aber ich beschloss spontan, «Indianer» darzubieten, und zwar mit dem ganzen Jodel-Chor. Der Rest ist Geschichte: Das Video des Auftritts wurde über anderthalb Millionen Mal angeschaut und unablässig stellte man mir dieselbe Frage: Wo kann man denn diesen «gejodelten Indianer» kaufen? Da war die Idee zu diesem Album geboren.

Wie sind dir die Jodler begegnet?
Das war absolut kein Problem. Mein Vorteil ist der: Ich bin kein Künstler! Ich kann weder Noten lesen, ich musiziere nur nach Gehör und die Jodler eben auch. Wir sprechen dieselbe Sprache: Hier ein wenig mehr so, da so, da ein wenig rauf, da etwas runter (lacht).

Wie verliefen denn die Aufnahmen selber?
Die Schwierigkeit war die: Die meisten Jodler sind Büezer und Bauern, das heisst, sie arbeiten tagsüber und machen teilweise ziemlich spät erst Feierabend. Da wir pro Chor genau einen Abend oder besser gesagt eine Nacht zur Verfügung hatten, zogen sich die Aufnahmen regelmässig bis in die frü- hen Morgenstunden hin. Ich habe in den letzten neun Monaten jedenfalls ziemlich wenig geschlafen (lacht).

Einmal mehr hast du auch beim Vertrieb des Albums neue Wege beschritten …
Exakt! Alle jammern immer, dass man keine CDs mehr verkaufen kann, aber da bin ich anderer Meinung. Beim letzten Album hatte ich die Idee, die CDs in Bäckereien zu verkaufen. Meine Grund- überlegung war: Die CD muss zu den Leuten, denn die fahren nicht extra in die Stadt, um eine Gölä-CD zu kaufen. Das hat so super funktioniert, dass wir dieses Mal noch Valora mit ihren K Kiosken als Vertriebspartner ins Boot geholt haben, indem wir ihnen erlauben, die CD einen Monat vor der offiziellen Veröffentlichung exklusiv zu verkaufen.

Deine speziellen Vertriebswege sind das eine, das andere sind deine aufwendig gestalteten CDs.
Meine Fans sind keine «Downloader», die wollen etwas in den Fingern haben, am liebsten etwas Schönes, Hochwertiges. Wer wundert sich, dass die Leute keine CDs mehr kaufen, deren Plastikhülle nach drei Mal öffnen bereits auseinanderfällt? Ich will – da ich die Dinger ja auch selber bezahle – nur noch CDs produzieren, die etwas hermachen.

Das Video zum Interview mit Gölä finden Sie HIER

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