Das Ende einer Leidenszeit

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Auf dem idyllischen Homberg hat Patrick Räbmatters schwierige Zeit ein Ende gefunden. (Bild: Michael Wyss)

Räbis Wäg a Unspunnen-Schwinget (6/10) Dem Uerkner Patrick Räbmatter gelingt das Comeback auf dem Homberg.

Die Strasse auf den Homberg ist steil, zuweilen sehr steil. Doch der Ausblick auf den Hallwilersee und die gemütliche Stimmung am Hombergschwinget entschädigen für den beschwerlichen Weg.

Einen ähnlich steilen Weg hat der Uerkner Eidgenosse Patrick Räbmatter in den letzten Wochen hinter sich gebracht. Schwerwiegende Probleme im Familienbetrieb und eine Entzündung der Bizepssehne haben den Brocken vor allem mental gefordert. Sieben Wochen dauerte die Verletzungspause, die auf dem Homberg endlich ein wettkampfmässiges Ende fand. «Zuerst haben wir in der Physiotherapie das Ziel verfolgt, die Schmerzen loszuwerden», erzählte Patrick Räbmatter, «das haben wir geschafft und seit einer Woche habe ich keine Schmerzen mehr. Ich konnte ein nicht so intensives, aber gutes Training absolvieren.» Das A und O sei für ihn, den Tag schmerzfrei zu überstehen, «was dabei rausschaut, sehen wir am Abend».

Der erste Gang war für den Lastwagenchauffeur gleich ein wahrer Härtetest. Im Feld der 47 Schwinger sind drei Eidgenossen und zwei greifen beim Anschwingen zusammen. Patrick Räbmatter macht mit dem Möriker Mario Thürig kurzen Prozess und bettet ihn nach wenigen Sekunden mit Kreuzgriff ins Sägemehl. «Ich hatte keine Schmerzen», freute sich der Uerkner.

So erfreulich geht es schwingtechnisch für «Räbi» nicht weiter. Im zweiten Gang unterliegt er dem starken Kranzer Stephan Studinger. Nach einem Sieg gegen David Widmer kommt er auch im vierten Gang nicht zum Resultat. Der Wittnauer Samuel Schmid strebt den Sieg offensichtlich nicht an und will einfach nicht verlieren. In diesem Duell wird deutlich, dass Patrick Räbmatter die Schwingpraxis fehlt. Er findet kein Rezept und muss sich mit einem Gestellten zufrieden geben. Damit fällt der Uerkner bezüglich Schlussgang-Teilnahme aus Rang und Traktanden. Immerhin schliesst er das Fest mit einem Erfolgserlebnis gegen Marco Küng ab. Vier Plattwürfe, ein Gestellter und eine Niederlage reichen letztlich zu Rang drei hinter dem überragenden Nick Alpiger und Stephan Studinger.

«Mit dem Sieg gegen Thürig Mario bin ich super gestartet», bilanzierte Patrick Räbmatter, «die Niederlage im zweiten Gang hätte dann nicht sein müssen. Beim Gestellten im vierten Gang hätte ich vielleicht ein bisschen mehr machen müssen. Aber wenn man bedenkt, dass ich sehr wenig Schwingtraining absolvieren konnte, bin ich sehr zufrieden mit dem Resultat.» Das ist die eine Seite, die andere ist der körperliche Zustand. «Von der Verletzung spüre ich nichts, ich kann den Arm gut bewegen und habe auch keinen Muskelkater», erklärte Patrick Räbmatter nach dem Fest, «der wird aber sicher noch kommen.» Und das Allerwichtigste: «Es scheint gut verheilt zu sein.»

Das lässt den Uerkner auch positiv Richtung kommendes Wochenende blicken, wenn in Therwil das Nordwestschweizer Schwingfest stattfindet. «Ich schaue, dass ich in dieser Woche zweimal schwingen und einmal Fitness machen kann, damit ich wieder reinkomme», sagt «Räbi», «der Kranz sollte in Therwil schon drinliegen.»

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