Mit noch mehr Überzeugung

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Marco Mathis mit dem Meisterpokal. (Bild: Leroy Ryser)

Entweder ein Torhüter ist meisterlich oder er ist es nicht. Marco Mathis, der Schlussmann des SC Langenthal, ist seit letzter Saison ein Meistertorwart. Mit einem Blick in die Zukunft kümmert ihn das aber wenig. «Was nützt mir das Gestern, wenn ich heute versage?», fragt sich der 28-Jährige. Verändert habe sich durch den Meistertitel deshalb nur wenig. Es sei höchstens sein persönlicher Druck, nicht aber sein Selbstvertrauen oder seine Fähigkeiten gestiegen. «Es ist schon wichtig und schön, das geschafft zu haben. Aber wenn ich in dieser Saison schlecht spiele, interessiert es niemanden mehr, was in der letzten Saison war», so Mathis.

Zurückblicken lohnt sich für den gebürtigen Bündner aber dennoch, schliesslich reihte sich Highlight an Highlight. Nachdem Marc Eichmann zurücktrat, war Marco Mathis erstmals die Nummer eins im SCL-Tor. Seine Aufgabe erledigte er von Beginn weg ausgezeichnet. Er brillierte in den Cupspielen gegen Lugano und Kloten, schaffte mit dem SCL den Qualifikationssieg und überzeugte zuletzt auch in den Playoffs. Dazu kam die Verlobung im Jahr 2016 sowie die Heirat im Sommer 2017 mit seiner Frau Sabrina, sodass der SCL-Keeper sagen kann: «Das war mein bisher bestes Eishockeyjahr.»

Angespannt und aufgeregt
Für ihn als ehrgeizigen Torhüter gilt aber dennoch nur der Blick nach vorne. Hin und wieder ein Bild anschauen oder die Medaille betrachten sei schön, die Freude gilt aber vielmehr dem Saisonstart. «Ich bin schon etwas nervös», sagt Mathis und beschreibt seine Vorfreude mit den Worten «angespannt» und «aufgeregt». Der SC Langenthal habe mit zwei Auswärtsspielen gegen Olten – eines davon im Cup – und einem Heimspiel gegen Visp ein happiges Startprogramm. Zudem steht ein neuer Trainer an der Bande, sodass «angespannt sein» durchaus angebracht erscheint. Und gerade für ihn als Torhüter könnte einiges an Arbeit auf ihn zukommen. Die Teams rundum haben sich verstärkt, die Liga wird dadurch zweifellos besser. «Das Eishockey wird noch schneller werden. Ich mag das», sagt Marco Mathis.

Auf die Herausforderung «EHC Olten» freut er sich, zu viel erwarten dürfe man von den beiden Teams aber noch nicht. «Sie haben sehr viele neue Spieler, wir einen neuen Trainer. Das wird ein Steigerungslauf», denkt der SCL-Torhüter. Für das heutige Spiel erwarte er «Licht und Schatten», auf das Auf und Ab bereite er sich aber entsprechend vor, schliesslich stimmen auch beim SC Langenthal noch nicht alle Automatismen. Das, so ist er überzeugt, wird aber gut kommen, die Zielsetzung ist nämlich klar: «Alles ausser gleich gut sein wie letzte Saison, ist schlecht.» An Überzeugung fehlt es daher nicht. «Ich war letzte Saison nicht unbedingt der Meinung, dass wir eine Meistermannschaft sind. Heuer bin ich deutlich überzeugter von uns», sagt Marco Mathis. Langenthal darf man durchaus zu den Meisterkandidaten zählen – mit einem Meistertorhüter zwischen den Pfosten sowieso.

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