Mehr Abstellplätze, neue Radwege: Zofingen soll eine Velo-Stadt werden

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Velofahren wird aus Sicht der SP-Fraktion – auch unter Einhaltung der Verkehrsregeln – immer gefährlicher und ohne positive Gegenmassnahmen unattraktiver. (Foto: MJP/Archiv)

Zofingen setzt auf Wachstum – darin sieht der Stadtrat eine qualitativ gute Zukunft. Damit dem so wird, sind zusätzliche Investitionen in die Infrastruktur nötig. Dazu gehören zusätzliche Schulbauten genauso wie neue Verkehrsadern. In der Bauphase, beschlossen oder angedacht sind Entlastungsachsen für den Autoverkehr – von denen die Wiggertalstrasse eine ist. Was aber ist mit der Fläche zwischen diesen Achsen und mit dem Veloweg entlang der Hochleistungsstrassen?

«Wenn ich mich frühmorgens als Velofahrerin zum Bahnhof durchkämpfen muss, fühle ich mich manchmal wie im Dschungel», sagt SP-Einwohnerrätin Sandra Olar. Als Erstunterzeichnerin des Postulats der SP-Einwohnerfraktion, in welchem vom Stadtrat ein «umfassender Veloverkehrsplan» gefordert wird, weist sie auf schlechte Zufahrtswege zum Bahnhof hin. «Beinahe lebensgefährlich ist es aus meiner Sicht, auf der Äusseren Luzernerstrasse von Zofingen Richtung Oftringen zu pedalen. Hier fehlt der Velostreifen. Zum Glück gibt es Schleichwege, um diesen Strassenabschnitt zu meiden.»

Drei Forderungen
Das muss sich ändern. «Zofingen soll eine Velostadt werden.» Dazu müsse das Velofahren aber erst attraktiver gemacht werden. Dafür sind laut SP-Postulat primär drei Forderungen zu erfüllen: Die Sicherheit der Velofahrerinnen und -fahrer ist zu erhöhen. Ein wichtiges Ziel ist dabei die sichere Gestaltung von Knoten. Beim Ausbau und der Schaffung von Kreiseln an verschiedenen Standorten in Zofingen ist auch die Sicherheit für Velofahrende zu berücksichtigen.

Punkt 2 ist der Zielort. Insbesondere an vom Zweiradverkehr stark frequentierten Orten wie am Bahnhof müssen genügend Abstellplätze zur Verfügung stehen. Der dritte Punkt dürfte auch Autofahrende positiv ansprechen: «Eine Verbesserung des Verkehrsflusses für alle Verkehrsteilnehmenden durch Schaffung zusätzlicher Velostreifen und Velowege.»

«Wenn» – so der Text des Postulats – «mehr Verkehrsteilnehmende auf das Velo umsteigen, entlastet dies die Strassen und trägt zu einer nachhaltigen Verkehrspolitik bei. Ergo profitieren davon Fussgängerinnen und Fussgänger, Velo- oder Motorradfahrende und Autofahrende gleichermassen.» Neuland betreten die Zofinger Sozialdemokraten mit ihren Forderungen nicht. Einen ähnlichen Verkehrsplan wie der geforderte kennt die Stadt Baden seit 1999 oder Aarau seit 2004. Dort sei das Velo Teil eines Gesamtverkehrskonzepts und soll einen nachhaltigen und sicheren Strassenverkehr fördern.

Auf der «Überholspur» war einst eigentlich Zofingen. «Am 27. September 1998 wurde die von SP, LäZ und LdU lancierte Zofinger Velo-Initiative mit 52 Prozent Ja-Stimmen von den Stimmbürgerinnen und Stimmbürgern angenommen», schreibt SP-Einwohnerrätin Sandra Olar im Vorstoss. Verlangt wurde eine beschleunigte Realisierung eines damals bereits 15 Jahre alten Radwegkonzeptes, indem «konkrete Projekte zur Erhöhung der Sicherheit für die velofahrende Bevölkerung» und velogerechte Lösungen an der Luzernerstrasse, Strengelbacherstrasse, Mühlethalstrasse und Henzmannstrasse umzusetzen seien.

Das Resultat des Volksentscheids? In der Folge sind einige Velostreifen eingeführt worden. Und – so Olar – «im Juni 2003 wurde ein weiteres SP-Postulat zur Verbesserung der Veloabstellplätze rund um den Bahnhof überwiesen». Sechs Jahre später, im Juni 2009, sagte der Einwohnerrat auch ja zu einem Postulat einer «überparteilichen Velogruppe», in der die SP federführend gewesen sei. «Die Gruppe verlangte eine Verbesserung und Erweiterung der Velo-Parkierungsmöglichkeiten rund um den Bahnhof. Insbesondere wurde auch die Prüfung von geschützten Velostationen verlangt, die Schutz vor Diebstahl, Vandalismus und Witterungseinflüssen sowie Schliessfächer für die Velokleidung bieten sollten.»

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