Der Weg ist nicht immer das Ziel

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Vor allem in den Sommermonaten zieht es immer mehr Schweizerinnen und Schweizer in die Berge. Die Vorteile gegenüber einem Strandurlaub oder einer Städtereise liegen auf der Hand: Für die Anreise reichen ÖV oder Auto, die Einheimischen sprechen eine zumindest ähnliche Sprache, das Portemonnaie kann geschont werden, weil es nur Wanderschuhe braucht, und es ist meist deutlich kühler. Für Menschen, die sich in der Hitze nicht sehr wohl fühlen und schnell schwitzen, ein nicht zu unterschätzender Pluspunkt. Wie gross dieser Anteil unter den Wandervögeln ist, ist meines Wissens noch nicht erhoben worden, andere Zahlen gibt es aber. Beinahe die Hälfte der Schweizer Bevölkerung wandert gerne, weist eine Studie des Bundes aus. Nur ein geringer Teil davon gehört jedoch zu den Hardcorewanderern, die über mehrere Stunden die Berge hoch und wieder runter sprinten. Ich bin kein Freund von halben Sachen und deshalb werde ich immer wieder Opfer meiner Selbstwahrnehmung. Ich bin mir nicht ganz sicher, was es ist, aber eigentlich kommen nur zwei Möglichkeiten in Frage: Entweder unterschätze ich die mir selbst auferlegten Aufgaben oder ich überschätze meine Fitness. Wahrscheinlich ist es eine Mischung aus beidem. Wenn wir schon in den Bergen sind, dachten wir uns vorletzte Woche, dann machen wir wieder einmal eine ausgiebige Wanderung. Es sollte keine Wiederholung des 7-Stunden-Abenteuers sein, das wir mit unseren damals 3- und 4-jährigen Kindern gemacht hatten, aber ein bisschen anspruchsvoll war erwünscht, damit auch der Hund etwas davon hat. Nach den ersten 30 Minuten und 150 Höhenmetern hatte ich bereits genug. Da ich es aber noch mehr hasse, umzukehren, als übermässig zu schwitzen, quälte ich mich weiter hoch. Die Pausen wurden länger, die Wanderintervalle und der Atem kürzer. Mit letzter Kraft erreichten wir das Bergrestaurant – selbst der Hund war gezeichnet. Die Belohnung war aber umso schöner: eine herrliche Aussicht, ein Coca-Cola und eine Glace.

 

Die Achillesferse stammt als Begriff aus der griechischen Mythologie: Sagenheld Achilleus war nur an der rechten Ferse verwundbar. Verletzliche Stellen im System sind auch Thema dieser Kolumne.

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