Die inneren Werte sind entscheidend

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Michael Wyss

Zehn Milliarden Euro hat der Hong Kong Jockey Club im Jahr 2008 Umsatz gemacht, 5,6 Milliarden davon mit Wetten bei Pferderennen. Der Hong Kong Jockey Club verzeichnet an einem einzigen Renntag Wettumsätze von bis zu 100 Millionen Euro. Auf den Rennbahnen in der Schweiz sind die Zahlen selbstredend nicht damit zu vergleichen. Aber auch bei uns kann der Wagemutige Nervenkitzel erleben – bereits für kleines Geld. Meine ersten Pferderennen haben mein grosser Bruder und ich im Aarauer Schachen vor beinahe 40 Jahren miterlebt. Zuerst wurden wir von den Eltern bei unseren Wetten gesponsert, allmählich musste aber das Sackgeld dran glauben. Es ging nie um die grossen Beträge, am Ende eines Renntags aber war trotzdem entscheidend, ob sich der Ausflug auch finanziell gelohnt hatte oder eben nicht. Wie bei jedem Geldspiel waren die Tage mit Verlust deutlich in der Überzahl. Heute weiss ich, dass das vor allem an meinem System lag. Zahlen und Statistiken haben mich damals noch überhaupt nicht interessiert. Ich habe entweder auf die Nummer 5, den Reiter mit dem violetten Oberteil oder einen Schimmel gesetzt. Heute denkt die Jugend anders. Auf meinen Tipp, sich doch für das schönste Pferd zu entscheiden, kam nur die Antwort: «Es muss nicht schön sein, es muss schnell sein.»

 

Die Achillesferse stammt als Begriff aus der griechischen Mythologie: Sagenheld Achilleus war nur an der rechten Ferse verwundbar. Verletzliche Stellen im System sind auch Thema dieser Kolumne.

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