Nicht alles ist Sport, wo Sport draufsteht

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Michael Wyss

«Zeig mir Deine Schuhe und ich sag Dir, wer Du bist!» Früher war das relativ einfach, heute ist die Zuordnung schwieriger. Wie in vielen Gebieten des täglichen Lebens hat der Sport auch in der Fussbekleidung Trends geschaffen. War ich früher auf einem Sportplatz unterwegs, gab es die Lederschuhträger und die Sportschuhfraktion. Die einen waren als Zuschauer dabei, die anderen als Sportler im Einsatz. Heute kann ich mich nicht mehr darauf verlassen, denn es gehört längst nicht mehr zum schlechten Ton, einen sportlichen Schuh zu schöner Oberbekleidung zu tragen. Die Vielfalt ist gross, was die Marken, die Formen und vor allem die Farben betrifft. Bin ich um die Jahrtausendwende mit meinen in den USA gekauften knallig blauen Turnschuhen noch aufgefallen wie ein bunter Hund, gibt es heute kaum noch Grenzen in der Kreativität. Erlaubt ist, was gefällt – und den Füssen guttut. Wenn es sich anfühlt, als würde man auf Wolken gehen, muss es doch gesund sein. Deshalb ist es nur verständlich, dass sich viele Männer bezüglich Kauflust mittlerweile durchaus mit den Frauen messen können. Zu viele Schuhe? Geht nicht! In diesem Sinne: Selbst, wenn es darum geht, die Schuld in die Schuhe geschoben zu bekommen, ist es nur halb so schlimm, wenn es ein paar bequeme, trendige Turnschuhe sind.

 

Die Achillesferse stammt als Begriff aus der griechischen Mythologie: Sagenheld Achilleus war nur an der rechten Ferse verwundbar. Verletzliche Stellen im System sind auch Thema dieser Kolumne.

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