Neuer Gemeindeammann ist «zufrieden mit dem schönem Resultat»

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Ralph Ehrismann (FDP, neu) hat es auf Anhieb in den Rat (1303 Stimmen) und als Ammann (930 Stimmen) geschafft. (Foto: egu)

Im ersten Wahlgang haben die Rothrister klar Schiff im Gemeinderat und in den Führungspositionen gemacht. Drei Sitze galt es altersbedingt im Gemeinderat Rothrist neu zu besetzen. Von den Bisherigen traten Gemeindeammann Hans Jürg Koch (SVP), Vizeammann Heinz Kellerhals (FDP) und Gemeinderat Peter Vonlanthen (parteilos) zurück.

In der Kampfwahl um den Posten des Gemeindeammanns obsiegte der neue FDP-Kandidat Ralph Ehrismann mit 930 Stimmen. Damit übertraf der ehemalige Präsident der Finanzkommission das absolute Mehr von 894 Stimmen um 36 Stimmen. Konkurrent Philipp Steffen – der bisherige EVP-Gemeinderat – erreichte 634 Stimmen.

Mit einem zweiten Wahlgang gerechnet

«Ich bin mit meinem schönen Resultat mehr als zufrieden und froh, dass die Wahl so gut über die Bühne gegangen ist», sagt der neu gewählte Gemeinderat und Ammann Ehrismann. Der 56-jährige selbstständige Unternehmer gibt zu, dass er mit einem zweiten Wahlgang gerechnet hat. Ehrismann ist aber erleichtert, dass alle Posten im ersten Anlauf besetzt sind. Nun wüssten alle Kandidaten, woran sie sind. «Es hätte auch andere Möglichkeiten gegeben, aber die Zusammensetzung verspricht eine zielgerichtete Zusammenarbeit», freut sich Ralph Ehrismann.

Für den selbstständigen Maschineningenieur ETH bedeutet das Teilzeitamt als Ammann, dass er die Neuorganisation seines Unternehmens sofort in Angriff nimmt. Vor elf Jahren hat Ehrismann die Mipec AG übernommen und führt das Ingenieurbüro für industrielle Software und Steuerungen in Rothrist. Für das Teilzeitpensum als Ammann macht sich Ehrismann frei, indem er sein Team durch eine Neueinstellung erweitert und Aufgaben übergibt.

Weiterhin für Gemeinde einsetzen

«Es wäre ein Wunder gewesen, wenn ich es geschafft hätte», sagt der unterlegene Ammann-Kandidat Philipp Steffen (EVP). Mit seinen 634 Stimmen lag er 296 Stimmen hinter Ehrismann zurück. «Wir werden bestimmt gut zusammenarbeiten», sagt Steffen. Als bisheriger Gemeinderat freut sich der 48-Jährige über seine klare Wiederwahl. Mit 1379 Stimmen hat er das zweitbeste Resultat erzielt. «Ein klares Signal, dass meine Arbeit geschätzt wird», betont Steffen als bisheriger Ressortvorsteher Soziales, Jugend und Asylwesen. «Als Rothrister werde ich mich weiterhin für die Gemeinde einsetzen. Es gibt viele Baustellen – gefragt sind Beharrlichkeit und Konstanz.»

Dass die Rothrister Beständigkeit schätzen, zeigt sich in der eindeutigen Wiederwahl von Gemeinderat Adrian Schmitter (SVP). Der 58-Jährige erreichte mit 1566 Stimmen das beste Resultat als Gemeinderat. Das absolute Mehr lag bei 891 Stimmen. Von den 5595 Stimmberechtigten fielen 2012 Wahlzettel in Betracht. 44 waren ungültig oder leer. Eindeutig war auch Schmitters konkurrenzlose Wahl zum Vizeammann mit 1294 Stimmen. Das absolute Mehr lag bei 863 Stimmen. «Es wird offenbar geschätzt, dass ich nicht Politik mache, um wiedergewählt zu werden.» Dass seine Partei einen der beiden Sitze an die FDP verloren hat, bedauert Schmitter. «Unser Zusammengehen im Wahlkampf hat sich aber für beide Seiten gelohnt.» Dies sieht auch der neu gewählte FDP-Gemeinderat Hans Rudolf Sägesser so. «Im Fokus der beiden Parteien stand nicht der Einzelkampf, sondern der Teamgedanke. Dieser wird uns auch im Gemeinderat weiterbringen», ist Sägesser überzeugt, der mit 919 Stimmen gewählt wurde.

Einen Ein-Frau-Wahlkampf hat die parteilose Daniela Weber geführt und einen steilen Einstieg in die Gemeindepolitik geschafft. Mit 1175 Stimmen holte sich die Bezirkslehrerin und Mutter zweier schulpflichtiger Kinder am viertmeisten Stimmen. Sie sei sehr gut im Dorf verankert, sagt sie. Die 41-Jährige freut sich über ihre Wahl, weil es «Frauen im Gemeinderat braucht». Von 2002 bis 2013 war Kathrin Muggli (SVP) in der Rothrister Exekutive.

SVP verliert einen Sitz

Nicht gewählt wurde Claudia Lengyel-Zimmerli (SVP), die 830 Stimmen erreichte. Wäre sie besser Bezirksrichter-Kandidatin geblieben? «Nein, meine Entscheidung ist nach wie vor richtig. Ich wäre nicht gewählt worden.» Nicht geschafft hat es mit 698 Stimmen auch Muriel Fiechter Oberholzer (SP). Fast doppelt so viele Stimmen hätten die Parteilosen Swen Andres (480 Stimmen) und Hanspeter Sommer (452 Stimmen) benötigt.

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