10. Literaturtage Zofingen ganz im Zeichen des Gastlandes Frankreich

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Markus Kirchhofer ist seit 2016 bei den Zofinger Literaturtagen dabei. (Bild: mif)

Markus Kirchhofer, zehn Jahre Literaturtage Zofingen – was fällt Ihnen spontan dazu ein?
Markus Kirchhofer: Zehn Jahre sind im schnelllebigen Kulturleben eine lange Zeit. Ich bin erst seit 2016 dabei, umso mehr bin ich all den Leuten dankbar, die sich in der Vergangenheit für die Literaturtage engagiert haben. Seit 2016 ist unser neu formiertes Projektteam an der Arbeit, unterstützt vom langjährigen Vorstand und der 2017 neu gebildeten Programmkommission. Wir haben seit den Literaturtagen 2016 intensiv um Verbesserungen und Weiterentwicklungen gerungen – und sind dabei als Team zusammengewachsen. Das ist ermutigend für die Zukunft.

Was macht die Literaturtage Zofingen einzigartig?
Dass wir ein glasklares Profil haben. Unser Alleinstellungsmerkmal lässt sich in einem Satz zusammenfassen: Die Literaturtage Zofingen bringen den Ehrengast der Frankfurter Buchmesse in die Schweiz, eine Woche nach Frankfurt.

Frankreich ist Gastland, die französischsprachige Literatur steht im Brennpunkt. Inwiefern unterscheiden sich Themen und Selbstverständnis der französischsprachigen Autoren von jenen der letztjährigen Gäste aus den Niederlanden?
Die französische Sprache ist auch in Belgien, Luxemburg und der Schweiz Amtssprache. Dazu kommen nicht nur Länder in Amerika und Afrika, sondern auch Autorinnen und Autoren aus Asien, die in Frankreich leben und in französischer Sprache publizieren. Diese grosse Verbreitung der Sprache, verbunden mit der Bedeutung Frankreichs und der Strahlkraft seiner Hauptstadt, spiegeln sich auf vielfältige Art in der französischsprachigen Literatur. Das kann man von der niederländischen Literatur so nicht behaupten.

Mit Pascale Kramer, Marie-Jeanne Urech, Noëlle Revaz und Frédéric Pajak bieten Sie vier französischsprachigen Schweizer Autoren eine Bühne. Was haben diese Autoren uns Deutschschweizern zu sagen?
Es ist das erste Mal, dass die Sprache des Ehrengastes eine Amtssprache der Schweiz ist. Diese Konstellation nutzen wir, um literarische Brücken über den Röstigraben zu bauen. Die literarischen Welten dieser Autorinnen und Autoren aus der Westschweiz sind sehr verschieden, was ich als Deutschschweizer äusserst interessant finde.

Auf welche Lesung freuen Sie sich persönlich am meisten und weshalb?
Als Programmleiter freue ich mich selbstverständlich auf alle Lesungen am meisten. Um doch ein Beispiel herauszugreifen: Für Shumona Sinha, die aus gesundheitlichen Gründen absagen musste, habe ich kurzfristig Frédéric Pajak verpflichten können. Er verkörpert für mich das Programm der Literaturtage 2017: Er ist französischschweizerischer Doppelbürger, lebt in Paris und am Genfersee und arbeitet sowohl mit Text als auch mit Zeichnungen. Auf seine sonntägliche Lesung mit Bildprojektionen bin ich besonders gespannt.

Erstmals haben Sie an der Soirée française die Bücher der Literaturtage schon mehrere Wochen im Voraus vorgestellt. Auch sonst dehnen sich die Literaturtage weiter aus. Was bezwecken Sie damit?
Mit der Soirée française haben wir den Leserinnen und Lesern die Möglichkeit geboten, die Bücher der Autorinnen und Autoren zu lesen, bevor sie ihnen an den Literaturtagen persönlich begegnen. Auch mit der Projektwoche an der Volksschule und der Sonderwoche an der Kantonsschule möchten wir erreichen, dass die Auseinandersetzung mit der französischsprachigen Literatur angeregt und die Vorfreude auf die Literaturtage geschürt wird.

Heute präsentieren die Literaturtage die digitale Bibliothek «Livre in Room». Weshalb dieses aufwendige Projekt?
Nebst der Zusammenarbeit mit den Zofinger Schulen ist es mir ein besonderes Anliegen, innovative, zukunftsgerichtete Projekte aus den Gastländern nach Zofingen zu lotsen. Letztes Jahr war das eine Kombination von Lyrik und virtueller Realität aus den Niederlanden, dieses Jahr die digitale Bibliothek aus Lyon. Dieses Projekt in die Stadtbibliothek Zofingen zu bringen, war nur dank viel Unterstützung auch von ausserhalb Zofingens möglich: vom Schweizerischen Werkbund, von der Französischen Botschaft in Bern und vom Institut Français in Paris.

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