«Ich bin keiner, der die Lorbeeren braucht» – aber ein Dankeschön freut FC-Oftringen-Urgestein René Müller

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Seit 1976 ist René Müller Mitglied des FC Oftringen und hat seither verschiedenste Ämter ausgeübt. (Bild: Pascal Kamber)

«Neben der Familie ist Fussball das Zweitwichtigste in meinem Leben», sagt René Müller. Der 51-jährige Oftringer macht keinen Hehl daraus, dass das Spiel mit dem runden Leder in seiner Freizeit eine zentrale Rolle einnimmt – und das schon seit einer gefühlten Ewigkeit. Im Alter von zehn Jahren ist Müller dem FC Oftringen beigetreten und ist seither seinem Herzensklub treu geblieben. Nun soll das Urgestein für seine Dienste ausgezeichnet werden. René Müller steht im Rahmen der sechsten Gala-Nacht des Aargauischen Fussballverbands, die am Freitag, 24. November im Campussaal in Brugg stattfindet, als Funktionär des Jahres zur Wahl. Auch wenn Müller sagt, dass er nicht gerne im Rampenlicht stehe, sei die Nomination für ihn eine tolle Sache. «Ich bin keiner, der die Lorbeeren braucht», sagt der verheiratete Vater von zwei erwachsenen Kindern, «aber es ist ein Dankeschön, weil gewisse Leute anscheinend der Meinung sind, dass ich viel für den Verein geleistet habe.»

Ob er am Ende die Wahl gewinnt oder nicht, ist für ihn sekundär. «Meine Mitstreiter haben das ebenso verdient. Jeder Verein lebt von solchen Leuten», sagt Müller über die beiden «Konkurrenten» Theo Sax (FC Villmergen) und Silvia Augstburger (FC Obersiggenthal).

Für René Müller war früh klar, dass er sich als ehrenamtlicher Helfer beim FC Oftringen engagieren will. Bereits im Alter von 15 Jahren fungierte Müller als Nachwuchstrainer. «Mir gefiel es, den Kindern etwas zu vermitteln. Nicht nur den Fussball, sondern auch soziale Dinge», erklärt er. Spätestens, als Müller mit 24 Jahren die Fussballschuhe verletzungsbedingt an den Nagel hängen musste, nahm die beispiellose Karriere auf Funktionärsebene so richtig ihren Lauf.

Der gelernte Mechaniker, der inzwischen als Teamleiter tätig ist, stieg die Trainerleiter bis hin zu den Aktivmannschaften hoch. Nebenbei amtete er als Klubschiedsrichter und wurde 2001 als Juniorenobmann in den Vorstand gewählt. 2010 folgte die Ernennung zum Ehrenmitglied, ein Jahr später die Wahl zum Vizepräsidenten und Verantwortlichen der Organisation des Spiel- und Trainingsbetriebs (Spiko). Das Engagement für den FC Oftringen ging jedoch nicht spurlos an ihm vorbei. Zu Spitzenzeiten investierte René Müller rund 30 Stunden pro Woche in den Klub – nebst dem beruflichen Vollpensum. Auch aus diesem Grund entschied er sich 2016 für den Rücktritt aus dem Vorstand. «Weil ich beruflich stark engagiert bin, musste ich die Handbremse ziehen», sagt er. Auch, als Müller Vater wurde, habe er den Aufwand bereits einmal reduziert – bis sein Sohn mit fünf Jahren ebenfalls anfing Fussball zu spielen.

Der Mensch im Vordergrund

Heute trainiert René Müller nach wie vor die zweite Oftringer Mannschaft, die zu einem grossen Teil aus «seinen» ehemaligen Junioren besteht. «Es ist faszinierend zu sehen, was aus ihnen geworden ist», erzählt er und betont den starken Teamgeist. «Das ist der Grund, warum ich als Trainer nicht aufgehört habe. Wir sind sportlich nicht super, aber eine tolle Truppe.» Ohnehin sei bei ihm stets das Menschliche im Vordergrund gestanden. «Als Trainer der B-Junioren war mir wichtig, dass jeder Spieler eine Lehrstelle hatte. Ich konnte damals sogar einem Junior einen Ausbildungsplatz in Zofingen vermitteln», sagt Müller, der seine Spieler auf und neben dem Platz weiterbringen wollte.

Verändert hat sich in all den Jahren einiges. Früher hätten René Müller und andere Verantwortliche eine Doppel- oder gar Dreifachbelastung auf sich genommen, damit der FC Oftringen funktionieren konnte. «Mittlerweile sind über 80 Funktionäre beim Klub tätig. Wir sind gut aufgestellt, auch im Vorstand», meint Müller. Missen will er keine der gemachten Erfahrungen, gleichwohl ist das FCO-Urgestein froh, nicht mehr als Spiko-Verantwortlicher tätig zu sein. «Wenn man ein Training oder ein Spiel absagen musste, waren stets einige der betroffenen Personen verärgert. Bei ihnen hat die Einsicht gefehlt, und sie liessen ihre Unzufriedenheit über Dritte aus», blickt Müller zurück, «das muss ich mir nicht mehr antun.» 

6. Gala-Nacht des Aargauischen Fussballverbands
Am Freitag, 24. November, findet im Campussaal in Brugg die sechste Gala-Nacht des Aargauischen Fussballverbands (AFV) statt. Nebst dem Funktionär wird auch der Schiedsrichter des Jahres gekürt. Zur Wahl stehen Martin Werder (FC Turgi), Walter End (FC Muri) und Erich Furter (FC Baden). Beide Votings laufen auf der AFV-Homepage bis am Dienstag, 31. Oktober. Ebenfalls ausgezeichnet wird Gezim Zeqiraj als Topskorer der vergangenen 2.-Liga-Saison. Der Stürmer des FC Othmarsingen erzielte 32 Tore.

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