Mit Bronze und Tränen verabschieden sich Oftringens Radballer

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Rafael Stadelmann (l.) und Andreas Zaugg wurden vom Publikum gefeiert. (Bild: Monika Schrott)

Für die Betreuer, Spieler und die mitgereisten Fans war es ein emotionaler Moment. Nach 23 Saisons schlossen Rafael Stadelmann und Andreas Zaugg ihre nationale Karriere mit dem Gewinn der 15. Schweizer-Meisterschafts-Medaille ab. Nebst Bronze gab es das eine oder andere feuchte Auge bei den Beteiligten. Stadelmann zeigte sich zufrieden mit Rang 3 hinter Altdorf und Pfungen: «Es war unser Saisonziel, den Sprung aufs Podest zu schaffen.» Zaugg merkte bei aller Freude auch Kritik an: «Wir kamen nie in einen Spielrausch, die kleinen Details funktionierten nicht und meine Schlitzohrigkeit liess ich nur selten aufblitzen.» Nach den vielen Gelben und der Gelb-Roten Karte wegen Reklamierens an den letzten Spieltagen waren die Oftringer am SM-Final in Lichtensteig ruhig. «Vielleicht zu ruhig», meinten die beiden.

Zu wenig geordnet

Das erste Spiel gegen Pfungen war wegweisend für den Turnierverlauf. Die Oftringer bekamen zwei ärgerliche Tore in der ersten Halbzeit und lagen 1:2 zurück. Die Zürcher bauten ihre Führung in der zweiten Hälfte mit einem Eckball aus. Postwendend trafen Stadelmann/Zaugg auch mittels Eckball zum 2:3. Doch die Oftringer schafften weder in der Schlussphase noch in den restlichen Spielen einen geordneten Spielaufbau mit schnellen Passkombinationen aufzuziehen. 6:3 siegten die Brüder Waibel, die später für Pfungen Silber gewannen. Gegen Liestal kamen die Oftringer nicht über ein 5:5 hinaus. Nach einer kurzen Pause wartete Altdorf II. Um eine Medaille zu gewinnen, brauchten die Oftringer einen Sieg, der dank einer defensiven Leistung mit 3:1 glückte, womit Rang 3 auf sicher war.

Um den Titel spielten Pfungen und Altdorf. Die Urner gewannen das direkte Duell mit 7:3, liessen aber gegen Liestal Punkte liegen und mussten gegen die Oftringer mindesten einen Punkt holen für Gold. Stadelmann/Zaugg wollten sich in ihrem letzten Match an der SM nochmals von der besten Seite präsentieren. Doch die Urner machten mit ausgefeilten Kombinationen und satten Schüssen schon in der ersten Halbzeit (0:5) alles klar. Mit 2:7 mussten sich die Aargauer dem alten und neuen Meister geschlagen geben. (aza/zt)

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