Haidong Gumdo in Dagmersellen - als wären sie einem Kampfsportfilm entsprungen

«Ha», «tscha», «hu» tönt es durch die Chrüzmatthalle, dann folgt Applaus. Für einmal sind in der Sportanlage in Dagmersellen nicht Handballer oder Turnerinnen am Werk, sondern ziemlich spezielle «Sportler». Es läuft die Schweizer Meisterschaft im Haidong Gumdo, der koreanischen Schwertkampfkunst. Menschen in dunkelblauen und schwarzen «Doboks», zweiteiligen Anzügen, bestehend aus einer Jacke und einer weit geschnittenen Hose, bewegen sich barfuss in der Halle. Sie tragen ein echtes Schwert oder eines aus Holz und je nach Grad sprich Dan einen andersfarbigen Gurt. Wenn sie mit ihren schnellen Bewegungen und mit dem Schwert fuchtelnd durch die Lüfte wirbeln, wirken sie auf die Betrachtenden, als wären sie einem Kampfsportfilm entsprungen.

Zum dritten Mal finden die nationalen Titelkämpfe im Haidong Gumdo statt, mehr als 100 Teilnehmende locken sie nach Dagmersellen, ein Rekord. Master Giuseppe Ferrandino und Yanick Bisang führen das insgesamt siebenköpfiges OK. Am Ende des Tages ziehen die Organisatoren ein positives Fazit und sprechen von «erfüllten Athleten, glücklichen Gewinnern und begeisterten Zuschauern.» Zu Gast waren am Samstag nicht nur die einheimischen Schwertkampfkünstler, sondern auch Athleten aus Deutschland, Frankreich, Holland, Italien, Marokko und Polen. In den Disziplinen Formenlauf, Papierpräzisionsschnitt, Kerzenlöschen und Ballwurfschnitt zeigten sie als Einzelathleten, was sie in ihren Haidong-Gumdo-Trainingsstätten (Dojangs) gelernt haben und traten auch in Gruppen formiert zum Wettkampf an.

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