50-Jahr-Jubiläum der FDP-Frauen Region Aarau: Zofingerinnen leisteten Pionierarbeit

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Die Co-Präsidentinnen Riniker (l.) und Bieri (r.) mit Glarner. Rechts neben Elisabeth Kopp steht Gina Wülser (pink Blazer) und Hanni Veuve (schwarzgepunktete Bluse), Corinna Eichenberger und Doris Fiala.

Aus heutiger Sicht mutet es schwer verständlich an, dass dieser Kampf notwendig war. Dass sich in Aarau am 10. Januar 1968 freisinnige Frauen zu einer Gruppe zusammenschliessen mussten, um gehört zu werden. Dass es dann noch drei Jahre dauerte, bis das Frauenstimmrecht auf eidgenössischer Ebene eingeführt wurde. Dass sich 1981 die nachmalig erste Zofinger Grossrätin Hanni Veuve auf ihrer Wahlkarte mit einem Hausmütterchen-Foto präsentierte (Siehe Bilder unter dem Text). Dass die FDP-Frauen 28 Jahre nach dem Rücktritt von Elisabeth Kopp (heute 80) noch immer für eine zweite freisinnige Bundesrätin kämpfen müssen. Dass die FDP-Frauen als Gruppierung weiterhin nötig sind – auch wenn sie heute vor allem dem Netzwerken dienen.

Rückhalt in schwierigen Jahren
In Aarau trafen sich 75 Personen um das Jubiläum 50 Jahre FDP-Frauen Region Aarau zu feiern (seit 2003 gehören die Lenzburgerinnen dazu und seit 2012 die Zofingerinnen). Ehrengast im Aarauer «Schützen» war Elisabeth Kopp, die nach ihrem Rücktritt im Januar 1989 von vielen Freisinnigen geächtet wurde und selber mit der Partei haderte, sich jetzt aber wieder mit ihr versöhnt hat – und in Aarau mit einem warmen Applaus empfangen wurde. D

ie Zürcherin erzählte Reminiszenzen aus Bern und betonte, dass die Frauen-Gruppen in ihrem politischen Leben eine wichtige Rolle gespielte hatten – vor allem auch in den schwierigen Jahren. Nationalrätin Doris Fiala, die Präsidentin der FDP-Frauen Schweiz, betonte in ihrer Grussadresse: «Ich bin stolz auf das, was die Aarauerinnen geleistet haben.» FDP-Kantonalparteipräsident Lukas Pfisterer meinte: «Wenn es die FDP-Frauen nicht gäbe, hätte mancher FDP-Mann noch nicht gemerkt, dass es Tagesstrukturen braucht.»

«Ein gutes Netzwerk»
Grossrätin Maja Riniker (Suhr) und Andrea-Ursina Bieri-Müller (Küttigen) sind seit zehn Jahren Co-Präsidentinnen der FDP-Frauen Region Aarau. Maja Riniker erklärte: «Wir haben in der Frauengruppe ein gutes Netzwerk.» Sie forderte die Frauen auf, zu kandidieren: «Manchmal trauen sie sich zu wenig.» Und das, obwohl sie eigentlich hohe Wahlchancen hätten.

Grossrätin und Historikerin Jeanine Glarner hat eine Jubiläumsschrift «50 Jahre FDP Frauen Region Aarau» geschrieben. An der Geburtstagsfeier befragte sie Frauen, die in der Geschichte der Vereinigung eine wichtige Rolle gespielt hatten. So Hanni Veuve, die 1981 mit folgendem Satz zur Kandidatur für den Grossen Rat motiviert wurde: «Wir brauchen einfach Frauen auf der Liste – du hast keine Chance.»

Doch sie wurde gewählt. «Ich war ein Greenhorn», berichtete sie. Die Politikerin Veuve entwickelte sich prächtig, gehörte dem Grossen Rat während zwölf Jahren an, spielte in der Spitex-Bewegung eine wichtige Rolle und hätte 1995 nach dem Tod von Rolf Mauch für wenige Monate in den Nationalrat nachrutschen können – wenn sie denn gewollt hätte.

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Die Vorderseite der Wahlkarte aus dem Jahr 1981.
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Das war die Rückseite der Wahlkarte!
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