Infoveranstaltung vor Gmeind: Schlupfloch bei Grüngut-Entsorgung soll gestopft werden

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Symbolbild (srf.ch)

«Wir haben noch einmal Vollgas gegeben; die Gmeind vom 22. November ist vollbepackt mit Themen», leitete Frau Gemeindeammann Astrid Haller die Info-Veranstaltung in Brittnau ein. Rund 150 Personen nutzten die Gelegenheit des Dialogs mit den Gemeindeverantwortlichen vor allem bezüglich Beitritt zur Spitex Region Zofingen AG und zum neuen Grünabfuhrsystem. Laut Gemeinderat Ueli Schmid befassten sich die Abfallkommission und die Zürcher Firma Swiss Recycling mit den Abläufen in der Multisammelstelle. Am vorgestrigen Anlass stellten Ueli Schmid und SwissRecycling-Berater Roland Habermacher ein Konzept für eine Neuausrichtung der Abfallbewirtschaftung 2018/19 vor. Die Priorität der Abfallkommission liegt in der Grüngutverwertung und der Kompostieranlage.

Abfuhr statt Sammelstelle
Jährlich werden pro Strengelbacher und Brittnauer Einwohner am dortigen Kompostierplatz 210 Kilogramm verarbeitet. Dies bedeutet laut Schmid während der Öffnungszeiten Anlieferung von 319 Tonnen ohne Gebühreneinnahmen. Die Kosten von 36000 Franken für die Aufbereitung dieses Grünguts trägt die Gemeinde Brittnau. Die Anlieferungen per Auto und Anhänger blockieren den Verkehrsfluss und führen zu gefährlichen Situationen, weil die Aufsichtsperson keine Ressourcen für eine Verkehrsregelung hat.

«Da die Abgabe von Grüngut in den umliegenden Gemeinden kostenpflichtig ist, wird Brittnau als Schlupfloch benutzt», sagte Schmid. Nun sollen die Kompostieranlage geschlossen und ab März 2018 eine neue Grüngutsammlung eingeführt werden. So könnte die Bevölkerung jede Woche Grüngut inklusive Astmaterial und neu auch gekochte Speisereste in Sammelbehältern zur Abholung bereitstellen, die abwechslungsweise via Bauamt und eine externe Firma einer Vergärungsanlage zugeführt würden. Die Vereinbarung mit Strengelbach bezüglich Mitbenutzung der Kompostieranlage wurde per Ende 2017 gekündigt. 2018 soll laut Schmid als Übergangsjahr dienen, damit die notwendigen Abgaben für die Neugestaltung des Gebührentarifs nach Verursacherprinzip per 2019 berechnet werden können. Die Kosten für zusätzliche 20 Sammeltage durch die externe Firma werden mit 26000 Franken beziffert. Inklusive Unvorhergesehenes ergäbe dies für Brittnau Zusatzkosten von 35000 Franken.

Die Anwesenden fühlten Ueli Schmid und Roland Habermacher kritisch auf den Zahn. Dabei kristallisierte sich heraus, dass die Gemeinde aus Kostengründen keinen Häckseldienst anbieten will. Ein Einwohner erntete Applaus für seine Überzeugung, dass «wir die Multisammelstelle erhalten und etwas Neues bringen müssen». Anfängliche «Wildentsorgungen» werden sich laut Habermacher legen. Und: «90 Prozent der Anfahrtstellen haben das Holsystem. Wir wollen nicht zwei Systeme haben, sondern das bestehende stärken.»

Mit weniger Gemeinden möglich
Gemeinderätin Nadine Sterchi widmete sich der Spitex-Reorganisation mit Beitritt zur Spitex Zofingen AG (wir berichteten). Es werde schwierig sein, das – anteilmässig nach Einwohnerzahl berechnete – Aktienkapital zusammenzubringen, wenn grössere Gemeinden wie Oftringen oder Zofingen nicht mitmachten, bemerkte jemand aus dem Publikum. Sterchi stimmte dem zu. «Die Regionalisierung ist aber auch mit weniger Gemeinden möglich.»

Mit der Zusammenführung der Spitex-Dienste soll das Angebot der Langzeitpflege «von stationär zu ambulant» umgebaut werden. Ob die Gemeinde nach anderen Lösungen gesucht habe, wollte ein Einwohner wissen. «Brauchen wir zum Beispiel eine psychiatrische Kinderspitex?» Laut Nadine Sterchi sei eine solche bereits vorhanden. «Das Bedürfnis ist da.» Man habe andere Organisationen überprüft. «Wir wollen bei dem bleiben, was wir haben.» Frau Gemeindeammann Astrid Haller zeigte sich nach knapp zwei Stunden zufrieden mit dem – von ihr erwarteten – Verlauf der Veranstaltung. «Man hat vor allem die kritischen Stimmen zu den Geschäften gehört. Heute konnte ich sie ein bisschen abfedern.»

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