Bund verweigert Cannabis-Studie grünes Licht - kein Cannabis-Verkauf in Apotheken

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Archivbild (schwe)

Die Stadt Bern hatte die Universität beauftragt zu erforschen, wie sich das Konsum- und Kaufverhalten von Cannabis-Konsumenten verändert, wenn diese geregelten Zugang zur Droge haben. Auch Auswirkungen auf die Gesundheit der Studienteilnehmer sollten untersucht werden. Geplant war, Cannabis in Apotheken zu verkaufen. Das Betäubungsmittelgesetz verbiete den Konsum von Cannabis zu nicht-medizinischen Zwecken, schreibt das Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Dienstag.

Grundsätzlich würde das BAG es begrüssen, wenn neue Regulierungsmodelle wissenschaftlich analysiert werden könnten. Um solche Studien zu ermöglichen, müsste das Gesetz aber mit einem "Experimentierartikel" ergänzt werden.

Mit der Teilnahme an der dreijährigen Studie wollte die Stadt Luzern ein GLP-Postulat umsetzen. Ihr wären Kosten von rund 140'000 Franken entstanden. Die Universität Bern kann innert 30 Tagen gegen den Entscheid des Bundesamts Beschwerde erheben. Die Berner Ethikkommission hat das Forschungsprojekt der Universität Bern bereits genehmigt.

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