Frey Papeterie und Buchbinderei: Seit 111 Jahren in Familienhand

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Robert Frey (links) an der Drahtheftmaschine aus dem Jahre 1885, die immer noch im Einsatz steht. Markus Frey mit einem antiken Eckenabstosser (1880). EMIL STÖCKLI

Bei der Frey Papeterie und Buchbinderei GmbH in Dagmersellen konnte man letztes Wochenende einen Blick hinter die Kulissen werfen und etwas über die lange Firmengeschichte erfahren. Seit 111 Jahren ist die Firma im Familienbesitz Frey.

Im Jahre 1896 trat der aus dem bernischen Jura stammende Jean Frey beim Dagmerseller Buchbinder Laurenz Gassmann seine Lehre an. Nach einigen Lehr- und Wanderjahren war es die Liebe, die den jungen Buchbinder wieder nach Dagmersellen zurückführte. 1906 übernahm er mit seiner Ehefrau Anna Bisang den Betrieb seines Lehrmeisters. Für die vorhandenen Werkzeuge hatte er einen Betrag von 924 Franken zu entrichten. Nach dem Tod von Jean Frey im Jahre 1934 übernahm sein ältester Sohn, Hans Frey-Buob, die Papeterie und den Buchbinderbetrieb, den er gemeinsam mit seinem Bruder Eugen führte. 1972 trat Robert Frey in die Fussstapfen seines Vaters.

Nach 45 Jahren wechselte im letzten Jahr die Führung des Betriebs zu Markus Frey. «Mich erfüllt es mit grosser Freude, unsere Papeterie und die Buchbinderei in vierter Generation weiterführen zu dürfen», erklärt der junge Chef. Er schätze es, dabei auf die wertvolle Unterstützung seiner erfahrenen Eltern zählen zu dürfen – seine Mutter Rita, die während Jahren erfolgreich den Verkaufsladen betrieb und Vater Robert, der als Meister der Buchbinderei gilt. Im Verkauf tätig sind zudem wie bis anhin eine Teilzeitangestellte und eine Lernende.

Fanartikel des FCL im Sortiment
Markus Frey startete seine berufliche Ausbildung mit der Lehre als Detailhandels-Fachmann in einer Papeterie und absolvierte anschliessend im elterlichen Betrieb die Lehrzeit als Printmedien-Verarbeiter (Buchbinder). Er verfügt somit über die besten Voraussetzungen, das Familienunternehmen weiterzuführen. «Ich bin mir durchaus bewusst, dass es in der heutigen Zeit kein leichtes Unterfangen sein wird», erklärte der 26-jährige Jungunternehmer. Er baue einerseits auf die treue Kundschaft, welche weiterhin eine kompetente Beratung erfahren und auf eine freundliche Bedienung zählen dürfe. Andererseits biete er auch die Möglichkeit an, Bestellungen über das Internet aufzugeben. In der Region führe er auf Wunsch auch Hauslieferungen aus. Es gelte, stets innovativ zu sein, und das umfangreiche Sortiment mit mehr als 30000 Verkaufsartikeln in den verschiedenen Bereichen (Büro- und Schulbedarf, Geschenkartikel, Spielwaren, Bücher, Glückwunschkarten und Bilderrahmen) auf neuestem Stand zu halten. Als grosser FCL-Anhänger bietet Frey – selber aktiver Kicker des FC Dagmersellen – auch Fan-Artikel des Klubs an.

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