Reitnau: Über 7300 Tag im Amt – Regina Lehmann verabschiedet

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Vizeammann Rolf Trösch verabschiedet Frau Gemeindeammann Regina Lehmann-Wälchli nach 20 Jahre aus dem Gemeinderat. (Bild: Alfred Weigel)

In Zeiten, in denen überall gespart werden muss, goutieren es die Bürger, wenn auch der Gemeinderat mitzieht. So stimmten alle dem Antrag einstimmig zu, die Besoldung der Gemeinderatsmitglieder für die Amtsperiode 2018/21 so zu belassen, wie die bisherige war. So verdient auch die neue Frau Gemeindeammann 15'500 Franken, der Vizeammann 10'000 Franken und die Gemeinderäte je 9000 Franken.

Auf dem Areal beim Vorplatz der Turnhalle/Mehrzweckhalle, entsteht ein Begegnungsplatz für die Bevölkerung und die Schule. Die Stimmberechtigten haben dafür 50'000 Franken gesprochen. Bisher wurde diese Fläche direkt vor der Einfahrt zum Feuerwehrlokal, als Sandplatz zum Spielen und Turnen benützt. Mit der Neugestaltung wird dieser optische aufgewertet und bietet künftig mehr Sitzgelegenheit für Eltern und Schüler. Die Feuerwehr erhält bei der Ein- und Ausfahrt ins Magazin mehr Platz, denn Findling, der dort steht, wird versetzt. Zum neuen Platz kommt auch wieder ein Brunnen dazu und das Parkplatzangebot wird ausgebaut. Neu gibt es auch einen Behindertenparkplatz. Die Weitsprunganlage bleibt erhalten. Der Gemeinderat versprach, das Entfernen der Reckstangen nochmals zu überdenken.

Die Idee für eine Solaranlage auf der bestehenden Turnhalle/Mehrzweckhalle wurde zwar begrüsst, doch der Kreditantrag über 270'000 Franken wurde an den Gemeinderat zurückgewiesen. Den Stimmberechtigten gab es im zu kurzfristig ein beräumten Geschäft zu viele offene Fragen. So wurden unter anderem die In-Dach-Lösung als der falsche Ansatz kritisiert, die Speicherbatterien als zu teuer und der fehlende Miteinbezug des angrenzenden Schulhauses ins Projekt als unausgereift taxiert. Der Rückweisungsantrag wurde grossmehrheitlich angenommen. «Wir nehmen das Geschäft zurück du kommen wieder», sagt Gemeindeammann Regina Lehmann, «das Projekt darf nicht sterben.»

Diskussionslos wurde der Kredit für die Umsetzungsarbeiten des Zusammenschlusses der Gemeinden Reitnau und Attelwil von 240'000 Franken genehmigt, auch im Wissen, dass der Kanton jeder Gemeinde 400'000 Franken für die Umsetzung zuspricht.

Ein einstimmiges Ja gab es auch für die Anpassung des Gemeindevertrags über die Führung der Schulsozialarbeit in den Gemeinden des Oberen Suhren- und Unteren Ruedertals und das neue Kinderbetreuungsreglement mit Anhang.

Einstimmig genehmigt wurde auch der Austritt von Reitnau aus dem Gemeindeverband Krankenheim Lindenfeld Suhr. Mit Ausnahme von Reitnau gehört keine andere Gemeinde in der Umgebung bis nach Hirschthal dem Verband an. «Die Gemeinde sei mit dem Alterszentrum in Schöftland gut bedient», sagt Regina Lehmann. «Zudem stehen die Türen des Lindenfelds den Interessierten weiterhin offen.» Der Austritt erfolgt unter Beachtung der einjährigen Kündigungsfrist per 31. Dezember 2018.

Der Steuerfuss der Gemeinde Reitnau wird um 3 Prozent - neu 114% - gesenkt und im Gegenzug steigen die Kantonssteuern um 3 Prozent, somit ist der Ausgleich für die Steuerzahler gewährleistet. Das Budget 2018 mit einen vorgesehenen Aufwandüberschuss von 205 400 Franken wurde grossmehrheitlich angenommen.

Unter dem Traktandum Verschiedenes orientierte der Gemeinderat, dass sich die Anschaffung einer SBB-Tageskarte nicht lohne. Zum einen koste eine Karte 13'300 Franken pro Jahr und müsste zwischen 93 bis 94 Prozent ausgelastet sein, um zu rentieren. Zudem sei eine Karte zu wenig.

Plastikabfälle müssen weiterhin so entsorgt werden wie bisher, die speziellen Abfallsäcke zugibt gibt es vor Ort in der Multisammelstelle.

Beat Burkhalter (10½ Jahre) und Erika Hochuli (9 Jahre) wurden aus der Schulpflege verabschiedet. Auch Beat Hauri verlässt nach acht Jahre die Steuerkommission, bleibt aber in der FIKO. Geehrt wurde auch Gemeinderat Ueli Hunziker, der nach vier Jahren aus dem Rat ausscheidet.

Vizeammann Rolf Trösch verdankte die Arbeit und den unermüdlichen Einsatz von Frau Gemeindeammann Regina Lehmann. Sie war 1998 in den Gemeinderat gekommen, 2006 Vize geworden und seit 2011 als Frau Ammann tätig. 20 Jahre – oder umgerechnet über 7300 Tage - im Einsatz sei sehr vorbildlich und ausserordentlich verdankenswert. Regina Lehmann gab das Lob weiter an den Gemeinderat, die Verwaltung und die Bevölkerung, die sie immer unterstützt und motiviert hätten. «Ich habe versucht, die Gemeinde wie ein Unternehmen zu führen, doch leider ging nicht immer alles so schnell wie ich es mir gewünscht habe», sagte Lehmann. «Ich genoss die Zeit sehr, herzlichen Dank für das Vertrauen.»

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