Wegen Erhöhung der Mindestschülerzahlen: Schulen im Schulterschluss

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Ab nächstem Schuljahr werden die Brittnauer und Strengelbacher Sekundar- und Realschüler in Brittnau unterrichtet. (Bild: www.schule-brittnau.ch)

Auf das Schuljahr 2016/2017 hin hat der Grosse Rat des Kantons Aargau die Mindestschülerzahlen für die Sekundar- und Realschule (SeReal) erhöht. Aufgrund dieser Anhebung – und infolge sinkender Schülerzahlen – können in Brittnau und Strengelbach nicht mehr genügend Klassen gebildet werden. Die beiden Orte suchten den Schulterschluss, dem die Gemeindeversammlungen in den letzten Tagen zugestimmt haben – Brittnau und Strengelbach führen am Standort Brittnau eine gemeinsame SeReal. Aber was, wenn dort der Schulraum nicht mehr ausreicht? Im Sinne eines «Back-ups» wurde ein Vertrag mit Zofingen geschlossen.

Grünes Licht
Den hat nun auch der Zofinger Einwohnerrat genehmigt. Eine einzige Frage finanzieller Natur gab es: Was ist, wenn der Vertrag vorzeitig aufgelöst würde? Konsequenzen hätte das kaum: Zofingen übernimmt in der ersten Phase der Zusammenarbeit ohnehin nur einzelne Schülerinnen und Schüler. Das Ziel der Kooperation geht jedoch über den Vertrag hinaus: Die drei Gemeinden wollen die Oberstufe ab 2027 in Zofingen konzentrieren. Noch nicht bereit dazu ist Zofingen, weil ein Ausbau des dortigen Oberstufenzentrums nicht abschliessend beschlossen ist und dann erst realisiert werden muss.

Eine kleine Irritation gab es diesen Frühsommer, als der Einwohnerrat über einen Planungskredit für eine Zofinger Oberstufenzentrum zu entscheiden hatte. In der 21 Seiten und zusätzliche Anhänge umfassenden Botschaft gab es keinen Hinweis auf eine Kooperation mit Brittnau und Strengelbach – sie wurde wenige Tage vor der Sitzung im «Zofinger Tagblatt» publik. Tempi passati. Für den Vertrag der Phase Eins herrschte im Einwohnerrat eitel Minne. So André Kirchhofer (FDP) mit Blick auf das einwohnerrätliche Ja zur Spitex-Vorlage: «Wir müssen auch etwas für unseren Nachwuchs tun.» Martin Willisegger (SVP) sah in der Zusammenarbeit mit Brittnau traditionelle Elemente und nannte den Vertrag über die Schulsozialarbeit.

Kleiner «Knatsch»
Auch Michael Wacker (SP) stellte sich hinter die Vorlage – allerdings erinnerte er dran, wer Auslöser war: «Bürgerliche Sparpolitiker auf Kantonsebene im Grossen Rat, welche die Mindestschülerzahlen für die Sekundar- und Realschule erhöht haben.» Dies liess Rudolf Günthardt (FDP) so nicht auf bürgerlichen Schultern lasten. «Wer die Botschaft des Stadtrats genau studiert hat, muss feststellen, dass es unabhängig der Vorgaben des Kantons den Gemeinden Brittnau und Strengelbach an Schülerinnen und Schülern der Sekundarund Realschule fehlt.»

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