Baulandreserven sind erschöpft - nun droht ein siebenstelliges Minus

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Archivbild

Die Gemeinde Pfaffnau budgetiert für das Jahr 2018 ein Minus von fast einer Million Franken. Dies bei gleichbleibendem Steuerfuss von 1,95 Einheiten. Letztes Jahr, im Budget 2017, war der Verlust noch halb so gross. Grund dafür sind unter anderem wegfallende Buchgewinne auf den Verkäufen von Baulandreserven. Die Reserven seien erschöpft und die wegfallenden Gewinne müssten somit mit Steuererträgen kompensiert werden, schreibt die Gemeinde in ihrer Botschaft zur Gemeindeversammlung am 13. Dezember um 20 Uhr in der Mülimatthalle.

Der Aufwand Pfaffnaus steigt gegenüber dem Vorjahr um 0,9 Prozent auf 17,76 Millionen Franken. Bei den Ausgaben für die Ergänzungsleistungen rechnet die Gemeinde mit Mehrkosten von 100 000 Franken. Die Luzerner Gemeinden müssen auf Grundlage des Konsolidierungsprogramms (KP17) des Kantons hundert Prozent anstatt den bisherigen siebzig Prozent der Kosten für die Ergänzungsleistungen übernehmen. Fürs Budget 2018 sind das 984 100 Franken. Zudem budgetiert die Gemeinde einen Mehrbetrag von 120 000 Franken für die Grundlagenbearbeitung zu möglichen Bauprojekten Dorfkern Pfaffnau, Murhof, St. Urban und Altes Sagiareal, St. Urban.

Die Einnahmen der Gemeinde sinken hingegen um 2 Prozent. Die ordentlichen Steuereinnahmen steigen zwar um 130 000 Franken auf 6,48 Millionen Franken an. Jedoch rechnet die Gemeinde mit Mindereinnahmen von 200 000 Franken bei der Vermögensgewinnsteuer und 50 000 weniger bei den Handänderungssteuern.

Auch die Ausgaben in der Investitionsrechnung steigen an. Die Gemeinde plant, über eine Million Franken auszugeben, und rechnet mit Einnahmen von 200 000 Franken. Die Investitionen betreffen zum grössten Teil die Sanierung von Güterstrassen für 374 000 Franken, die Strassenbeleuchtung (175 000) und die Neufassung der Quelle Weid (120 000 Franken) und der Verlegung der Wasserleitung und Anpassungen der Kanalisationsleitung im Industriegebiet (135 000 Franken).

Jedoch genügend Eigenkapital
Nach Jahren der positiven Rechnungsabschlüsse schrieb die Gemeinde 2016 erstmals wieder ein Minus. Pfaffnau konnte jahrelang Bauland verkaufen, nun sind die Reserven erschöpft. Die erfolgreichen Jahre wirken sich auch negativ auf den Finanzausgleich aus, da die Buchgewinne aus den Jahren 2013 bis 2016 zur Hälfte bei der Berechnung des Finanzausgleichs angerechnet werden. Die Gemeinde ist aber guter Dinge, da die Bevölkerung wächst. Bis 2022 soll der Ertrag der ordentlichen Gemeindesteuern um 13 Prozent auf 7,3 Millionen Franken ansteigen. Zudem verweist die Gemeinde in der Botschaft auf die «gesunde» Eigenkapitalbasis von 3,7 Millionen Franken per 31. Dezember 2016. Dieser Betrag wird gemäss Finanz- und Aufgabenplan bis 2022 auf 762 000 Franken sinken. Dann sollte aber auch lediglich ein kleiner roter Betrag von 100 000 Franken in der Laufenden Rechnung stehen.

Die Traktanden der Gemeindeversammlung vom 13. Dezember

1. Voranschlag
2. Kenntnisnahme Finanz- und Aufgabenplan 2018 bis 2022
3. Kenntnisnahme Jahresprogramm 2018
4. Genehmigung Kurtaxen- und Beherbergungsreglement der Gemeinde Pfaffnau
5. Verschiedenes:
- aktueller Stand der Projekte «Murhof» und «Dorfchärn»
- Gemeindeinitiative Standortwahl Alterszentrum (aktueller Stand)
- Gratulation Regierungspräsident Guido Graf

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