Vor 8 Jahren: Grosse Gasexplosion in Safenwil

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Bild: Marco Rulli

Explosionen, Erschütterungen und Flammen: Was sich am Samstagmittag, des 29. November 2009, in Safenwil abspielte, war wie in einem Actionfilm. 300 Gasflaschen explodierten in einem Depot der Firma H. Jäggi AG an der Köllikerstrasse. Diese landeten auch auf der Autobahn, der Eisenbahnlinie und auf mehreren Gebäuden. Ein Brand im Gebäude führte zur Explosion. Warum das Feuer ausgebrochen ist, wurde nicht bekannt. Es entstanden Schäden in Millionenhöhe.

«So stark wie uns hat es niemand getroffen. Die Gasflaschen haben eine Gebäudeseite zerstört und das Dach beschädigt», sagt Heinrich Richner, Inhaber der Firma Ribag AG. Das Unternehmen stellt Beleuchtungskörper her. Erst im August hat er das Gebäude in Safenwil bezogen: «Wir waren so stolz auf den modernen Prestigebau», sagte er damals dem Zofinger Tagblatt. 

Die Explosionen habe er aus der Ferne gesehen und gehört: «Ich hatte natürlich keine Ahnung, dass unser Gebäude betroffen ist.» Der Schaden war immens. Zudem war das ganze Gebäude voller Löschwasser.

Bereits eine Woche später konnte er die Produktion schon wieder reduziert aufnehmen. «Natürlich ist das ein Rückschlag.» Aber er war auch froh, dass die Gasflaschen nicht während der Arbeitszeit explodierten: «Es wären viele Mitarbeiter betroffen gewesen, da sich die Büros und Produktionsräume auf der Seite der zerstörten Fassade befinden.»

Tatsächlich hatten die Safenwiler am Samstag Glück im Unglück: Denn wie durch ein Wunder, wurde niemand verletzt. «Jemand hielt eine schützende Hand über uns», sagte Beat Müller. Er wohnt nur wenige Meter vom Gasdepot entfernt. «Es war ein Fehler, dass ein Gasdepot in der Wohnzone stand. Wir würden uns gegen einen Wiederaufbau wehren», sagte Müller damals.

Doch er ist auch dankbar, dass der Inhaber vor einigen Jahren eine Sicherheitswand um sein Depot gebaut hat. «Sonst würde unser Haus heute nicht mehr stehen», sagt Müller.

«Die Feuerwehr konnte Schlimmeres verhindern», lobten im Nachhinein viele. Sie habe exzellente Arbeit geleistet und unter Lebensgefahr das Feuer gelöscht: «Zudem hat die Gemeinde in den letzten Jahren viel in die Ausrüstung investiert. Das hat sich nun ausbezahlt.»

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