Edgar Klauser: «Die Metzgerei ist mein Leben»

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Ab sofort können Christina und Edgar Klauser ihre Kunden wieder in der angestammten Metzgerei bedienen und nicht mehr im Provisorium. (Foto: Martin Zürcher)

Christina Klauser erinnert sich mit schaudern an diesen Tag: «Innerhalb von wenigen Minuten war alles kaputt. Unsere Existenz und unser bisheriges Leben wurde die Uerke hinunter gespült.» In der Metzgerei stand das Wasser fast eineinhalb Meter hoch. Die schwere Verkaufstheke wurde umgeworfen, der Fleischstock über 150 Meter weit bis in den Garten des Dorfladens getrieben.

Auch wenn mittlerweile fünf Monate ins Land gezogen sind, beschäftig das Ereignis Christina Klauser noch heute. «In ruhigen Minuten höre ich plötzlich Rauschen von Wassermassen und nur schon ein etwas stärkerer Regen lässt in mir ein ungutes Gefühl aufkommen.» Ihr Mann Edgar Klauser hat es besser verdaut: «Für mich ist es vorbei. Mühe hatte ich in den ersten zwei Wochen nach dem Unwetter, als wir nicht mehr wussten, wie es weiter geht.» Fast das ganze Inventar war nach der Flut unbrauchbar und der Schaden gegen eine Million Franken hoch.

Weil die Versicherung Vieles zahlte, entschied sich die Familie für einen Neuanfang. «Trotz erschwerten Bedingungen wollte ich unbedingt weitermachen», sagte Edgar Klauser, «denn die Metzgerei ist mein Leben.» Das Geschäft haben er und sein Bruder von den Eltern übernommen. Und weil mit Sohn Lukas, der seit 2010 im Betrieb ist, sein Nachfolger auch schon bereit stehe, sei es ihm leichter gefallen, die Strapazen auf sich zu nehmen. «Wir wollen ihm mit dem Wiederaufbau die Zukunft sichern.»

Dorfladen und Beck noch in Provisorien

Auch die Ladenlokale der Bäckerei und des Dorfladens von Elsbeth Byland erlitten durch das Hochwasser grosse Schäden. Beide sind momentan noch in Provisorien untergebracht. Sie sei guten Mutes, dass ihr Dorfladen bald wieder aufgehe, sagt Elsbeth Byland (62), die ihre Produkte in einem Container hinter dem Gemeindehaus verkauft. Beides, Container und Platz, wurden von der Gemeinde zur Verfügung gestellt. Versicherungstechnisch sei nach dem Hochwasser alles glatt gelaufen. «Ein Selbstbehalt bleibt halt immer, aber damit rechnet man.» Ins Ladenlokal werde sie um die Jahreswende ziehen. «Bevor ich eröffne, muss alles fertig eingerichtet und der Farbgeruch verflogen sein.» (fdu)

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