Prince of Denn-Air

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Ich gehöre zwar nicht dazu, aber das Brot schmeckt deswegen natürlich nicht schlechter. Dennoch: es ist schon schön, beim Einkaufen willkommen geheissen oder zumindest wahrgenommen zu werden. Mit Eitelkeit hat das nichts zu tun. Eher damit, dass Einkaufen für mich nichts Aufregendes und schon gar nichts Erfreuliches an sich hat. Deshalb bin ich dankbar für jede Art von freundlichem, zwischenmenschlichem Kontakt.

Da die Spezies «aufmerksamer, freundlicher Mensch» akut vom Aussterben bedroht ist, gestaltet sich meine Einkaufstour am Freitagnachmittag zunehmend schwieriger. Entsorgen in Zofingen beim Gloor, wo die fröhliche Natalie arbeitet, die begriffsstutzigen Männern so herrlich die Leviten lesen kann. Dann Zigis holen «beim Griechen» am oberen Stadteingang, der immer ein trockenes Spässchen auf Lager hat. Weiter in den Strengelbacher Coop. Da arbeitet die fröhlichste und frechste Kassiererin weit und breit, die den wartenden Leuten an der Kasse zum Beispiel erklärt, der Speck um die Hüften hiesse korrekterweise «Kuschelfleisch».

Das Beste spare ich mir zum Schluss auf: Den Strengelbacher Denner. Kein Ort, der Designpreise für Ladengestaltung abholen würde. Die hat dieser Denner Satellit auch nicht nötig, er gewinnt in viel wichtigeren Kategorien: Herzlichkeit und Service. Der Herr, der den Laden führt – wenn ich mich recht entsinne, ist er Kroate – ist der perfekte Händler. Er freut sich glaub echt, mich zu sehen, und mir geht es gleich. Er freut sich, wenn er mir mitteilen kann, das Budvar-Bier sei gerade Aktion. Er verlängert auch mal eine Aktion um ein paar Tage, wenn ich sie verpasst habe. Er hilft einpacken. Er hilft beim Raustragen ins Auto. Wir plaudern über Gott und die Welt. Manchmal politisieren wir ein wenig. Oder merken, dass unsere Frauen beide aus derselben Region Spaniens stammen. Ich mag den Mann, der natürlich nicht nur zu mir so freundlich und zuvorkommend ist, sondern zu allen, egal, ob man einen oder fünfhundert Franken ausgibt. Morgen frage ich ihn, wie er heisst. 

Bsetzistei ist die wöchentlich erscheinende Kolumne aus der Feder der Redaktorinnen und Redaktoren des Zofinger Tagblatts und der Luzerner Nachrichten.

Ihr Eintrag wird nach einer Überprüfung online gestellt.

Aus der Seele gesprochen, resp. geschrieben

Monika Stalder
schrieb am 14.12.2017 17:18
Was habe ich mich gefreut beim Lesen Ihrer Bsetzistei-Kolumne heute Morgen im ZT. Obwohl, ehrlich gesagt, ich mich auch ein bisschen geschämt habe, dass es mir nicht in den Sinn gekommen ist - bspw. mittels Leserbrief - auf den freundlichsten, hilfsbereitesten Denner-Boss vom "Chrämerlilade" Strengelbach ein Loblied zu singen. Im Fanclub von Natalie (Entsorgungsstelle) und der fidelen Kassierin (Coop) bin ich übrigens auch Mitglied.

Mein Trost - Ihre Feder hat mehr Gewicht.

Super

Heidi Schwarzenbach
schrieb am 14.12.2017 12:18
Das ist super geschrieben. Der Herr vom Denner ist Hilfsbereit, immer Freundlich und immer zu einem Spass zu haben.
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