Brittnauer Feuerwehr-Knatsch: Muss am Ende der Stützpunkt übernehmen?

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Die Stützpunktfeuerwehr Zofingen war anlässlich der Brittnauer Hauptübung 2017 mit dem Höhenrettungsfahrzeug im Einsatz. Bild: Kurt Buchmüller

In Brittnau ist Feuer im Dach der Feuerwehr. Der Gemeinderat hat am 29. November seinem Kommandanten Boris Tellenbach (44) schriftlich gekündigt. Er wird per 31. Dezember aus dem Feuerwehrkommando und der Feuerwehr Brittnau entlassen.

Tellenbach wird vorgeworfen, dass er sich gegenüber dem Ressortchef und dem Gemeinderat zu wenig loyal verhalten habe und die Zusammenarbeit in letzter Zeit schwierig war. Weil das gegenseitige Vertrauen unwiderruflich in Schieflage geraten sei, gebe es keine Basis für eine weitere Zusammenarbeit.

Das sehen nicht alle so: Die Feuerwehrkommission, die Offiziere und die Mannschaft stehen hinter ihrem entlassenen Kommandanten. Sie wollen, dass er weitermacht, denn er sei fachlich und sozial kompetent.

«Gemeinde muss Lösung präsentieren»
Die Entlassung bringt die Gemeinde in Zugzwang. Mike Schär, Vizekommandant und Stellvertreter von Boris Tellenbach, sagt: «Von den Offizieren der Feuerwehr Brittnau ist keiner bereit, dieses Amt per sofort zu übernehmen.» Zudem schreiben die Mitglieder der Feuerwehr dem Gemeinderat in einem Brief, er soll den Entscheid rückgängig machen.

Bei der Aargauischen Gebäudeversicherung (AGV) ist man über den Fall informiert. Sie greift aber nicht ein. «Die Gemeinde ist verantwortlich, dass sie eine einsatzfähige Feuerwehr hat», sagt Christina Troglia, Generalsekretärin der AGV, auf Anfrage des «Zofinger Tagblatts». Die Sprecherin der Gebäudeversicherung kann sich nicht erinnern, dass die AGV schon einmal mit so einem Fall konfrontiert wurde.

Doch was passiert, wenn die Gemeinde Brittnau bis Ende Jahr keinen Nachfolger für den entlassenen Kommandanten gefunden hat und die Feuerwehr ab 1. Januar 2018 führungslos ist? «Dann muss die Gemeinde eine andere Lösung präsentieren», sagt Christina Troglia vom AGV.

So weit will es der Brittnauer Gemeinderat nicht kommen lassen. Unter der Leitung einer Vermittlungsperson findet am Freitagabend eine Sitzung mit dem Gemeinderat und den Offizieren der Feuerwehr statt. Die Feuerwehrkommission und der entlassene Kommandant sind nicht eingeladen. Aus dem Kreis der Offiziere ist erneut zu hören, dass sie «voll hinter dem Kommandanten stehen und mit ihm weitermachen wollen». Eine Nachfolge für den entlassenen Kommandanten dürfte nicht so einfach und vor allem schnell zu finden sein, denn der Aufwand für dieses Amt umfasst meist mehr als ein 20-Prozent-Pensum.

Hilfe steht ad interim bereit
In den umliegenden Feuerwehren will man sich nicht zum Fall äussern. «Wir stehen aber bereit, falls es unsere Hilfe braucht», betonen mehrere Kommandanten. Zofingens Stadträtin Christiane Guyer, Ressortverantwortliche Feuerwehr, wird noch deutlicher: «Die Stützpunktfeuerwehr bietet im Sinn der Nachbarschaftshilfe Hand, ad interim das Kommando zu übernehmen, bis es eine definitive Lösung gibt.»

Ihr Eintrag wird nach einer Überprüfung online gestellt.

Besser heute als morgen

RR
schrieb am 15.12.2017 22:45
Liebe Frau Haller
Räumen Sie ihren Stuhl, besser heute als morgen.

Aussprache ohne die "Angeklagten"?

Dietrich Hannelore
schrieb am 15.12.2017 19:25
Wie kann es sein, dass eine Aussprache ohne den Feuerwehrkommandanten und die Feuerwehrkommission stattfindet? So erhalten diese gar keine Möglichkeit zu einer fairen "Verhandlung"!
DH

Haller weg

MW
schrieb am 15.12.2017 16:19
Frau Haller treten Sie unverzüglich zurück! Vielleicht wäre es ebenso sinnvoll, die Gemeinde Brittnau zu verlassen...sie haben ja vorgesorgt und in Zofingen ein bezugsbereites Haus.

Nachdenklich

Marcel Kunz Strengelbach
schrieb am 15.12.2017 15:30
Es ist schlimm anzusehen wie eine starke Feuerwehr mit guten und genügend AdF von der Politik kaputt gemacht wird.
Die Vorwürfe gegen Boris Tellenbach sind fadenscheinig und nicht nachvollziehbar. Es gehört zur Aufgabe eines Feuerwehrkommandanten, das nötige Material, wie auch eine gerechte Entschädigung ein zu fordern.
Die Jungs, wie auch Boris machen einen Hervorragenden Job und die Zusammenarbeit macht sehr viel Freude.
Geschätzter Gemeinderat! Vergesst doch diesen persönlicher Krieg gegen Boris und gesteht euch ein, dass ihr über das Ziel hinausgeschossen habt.
So können Sie vielleicht noch ihr Gesicht wahren im Dorf.

Weiteres Unheil vermeiden

T.B.
schrieb am 15.12.2017 12:46
Frau Haller, um weiteres Unheil zu vermeiden, zeigen Sie Charakter und treten Sie unverzüglich zurück. Es ist zum Wohle unserer Gemeinde!

Eine Person muss weg

Urs Aeschlimann
schrieb am 14.12.2017 22:57
Es fehlt nur an einer einzigen Person, Astrid Haller muss gehen!
Nun ist das Fass übervoll. Wie lange wollen wir Brittnauer uns das noch gefallen lassen? Eine Person provoziert und will nicht einsehen, dass sie fehl am Platze ist. Diese Person ist Mediensüchtig und hat eine starke Tendenz zu einem narzistischen Verhalten.
Wir brauchen eine Feuerwehr und die haben wir mit dem Kommandanten Tellenbach!
Erst mit einem Rücktritt von Frau Astrid Haller von all ihren Ämtern im 2017 wie auch im 2018 kann wieder Ruhe in Brittnau einkehren.

Naivität?

A.M
schrieb am 14.12.2017 22:56
Was für ein Kommando will man ad interim übernehmen, wenn 80% der AdF solidarisch auch aufhören?
Kommt dann der Zauberer SimSalaBim und alles ist wieder gut?
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