Der Stephanstag ist nicht mehr, was er war

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Am kommenden Dienstag fällt der Vorhang endgültig. Wenn sich die Radquerfahrerinnen und -fahrer über die anspruchsvolle Strecke am Dagmerseller Chrüzberg quälen, tun sie dies zum 42. und letzten Mal. Die Entscheidung, den Anlass nicht mehr weiterzuführen, ist angesichts der schwierigen Voraussetzungen im personellen Bereich verständlich, aber deswegen nicht weniger bedauernswert. Einen Teil der gut 40 Austragungen durfte ich auch selbst miterleben und es sind mir einige spezielle Erinnerungen geblieben. Am meisten habe ich die Athletinnen und Athleten bewundert, die bei Wind, Regen, Kälte oder Schnee immer Vollgas gaben, obwohl manch einem im Ziel beinahe die Extremitäten abgefroren und weder der Körper noch der Kopf wegen des Drecks erkennbar waren. Das Rennen am Chrüzberg am Stephanstag war aber auch immer ein Treffpunkt für Radsportfans und Daheimgebliebene. Die Stimmung war stets friedlich und zuweilen auch ausgelassen – vor allem an den Bars an der Strecke. Für tausende «Serientäter» hatte das Quer einen festen Platz im Kalender. Selbstverständlich gab es aber auch immer wieder Greenhorns – und die waren meistens nicht schwer zu erkennen. Gummistiefel und Winterschuhe eignen sich für ein Radquer, Turnschuhe und Highheels eher weniger.

Die Achillesferse stammt als Begriff aus der griechischen Mythologie: Sagenheld Achilleus war nur an der rechten Ferse verwundbar. Verletzliche Stellen im System sind auch Thema dieser Kolumne.

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