Zehn Jahre für einen Veloweg: Jetzt ist die Strasse zwischen Oberentfelden und Suhr eröffnet

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Die Gemeinde- behörden eröffneten gestern den lang ersehnten Veloweg. (Bild: Raphael Huenerfauth; Michael Küng)

2008 war es, als Grossrätin Vreni Friker-Kaspar, damals Vizeammann in Oberentfelden, mit einem Postulat einen Veloweg zwischen Suhr und Oberentfelden forderte. Zehn Jahre später verläuft neben der Gemeindestrasse (Obertelweg/Suhrgasse) ein 1700 Meter langer Asphaltstreifen. Offiziell ist dieser zwar erst im kommenden Frühling fertiggestellt, doch nach so langer Zeit konnten es die Gemeinden wohl nicht mehr erwarten: Gestern weihten sie ihren neuen Veloweg ein.

«Kleinere Arbeiten müssen zwar noch gemacht werden, aber befahren werden kann er schon jetzt», sagt Beat Rüetschi, Gemeindepräsident von Suhr. Es sei eine grosse Freude, nach so langer Zeit diesen wichtigen Veloweg eröffnen zu können. Das Zerschneiden des roten Bands über dem frischen Asphalt ist auch eine seiner letzten Amtshandlungen. Ende Jahr tritt er nach 20 Jahren als Gemeindepräsident von Suhr zurück.

Der Veloweg zog sich durch die Hälfte seiner gesamten Amtszeit. Fünf Jahre dauerte es nach dem Postulat von Vreni Friker bis zur Auflegung des Baugesuchs im Jahr 2013. Kurz vor Ende der Auflage ging die Einsprache eines Anwohners ein, zweieinhalb Jahre dauerte es, bis eine Lösung gefunden war. So verschob sich der geplante Baubeginn von 2015 ins Jahr 2017.

12'000 Autos pro Tag
Nötig wurde der Veloweg, weil die Strasse zwischen Suhr und Oberentfelden sehr eng und stark befahren ist. Viele Autofahrer wählen die Strecke, um den häufigen Stau im Suhrer Zentrum zu umfahren. Dazu kommen einige Lastwagen. Mit dem Veloweg war einiges an Aufwand verbunden, denn eine Verbreiterung der bestehenden Strasse kam für die Beteiligten nicht infrage. «Eine verbreiterte Strasse führt oft zu höheren Geschwindigkeiten.

Die Sicherheit der Velofahrer wäre damit nicht gewährleistet gewesen», hatte der inzwischen pensionierte Projektleiter Heinz Vöckt vom Departement Bau Verkehr und Umwelt bereits bei der Projektauflage im Oktober 2013 gesagt. Die Lösung ist ein von der Strasse getrennt geführter Veloweg, rund drei Millionen Franken liess sich der Kanton das Projekt kosten. Rund 30 Grundstücksbesitzer waren in die Verhandlungen um die nötigen Grundstücke involviert.

Eine günstigere Variante, die parallel zur Autobahn hätte verlaufen sollen wurde verworfen, weil sie über eine für Velofahrer wenig attraktive Anhöhe geführt hätte. Das grosse Projekt wurde zugleich genutzt, um Kanalisation, Strom- und Wasserleitungen zu erneuern. Noch ziehen die Baumaschinen nicht ab: «Fertig ist die Baustelle noch lange nicht», sagt Kreisingenieur Michael Wagner, der das Projekt vom pensionierten Heinz Vöckt übernommen hat.

Im mittleren Teil des Fahrradwegs fehle noch der Deckbelag, dieser wird erst verlegt werden können, wenn es genug warm ist. «Erfahrungsgemäss dürfte das etwa im Mai der Fall sein», sagt Michael Wagner. Eine letzte Vollsperrung über ein Wochenende wird dann das nahe Ende der Baustelle markieren. «Wenn das Wetter mitspielt, wird der Bau im Mai oder Juni abgeschlossen werden können», sagt Michael Wagner. Bis dann werden auch noch verschiedene Teilarbeiten wie die Begrünung des Waldhangs erledigt sein.

von Michael Küng — az Aargauer Zeitung

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