Platt gemacht: Ehemaliges Fabrikgelände Glasi ist Schnee von gestern

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Auf den 28 500 Quadratmetern des gesamten Glasi-Areals sollen in den nächsten zehn bis fünfzehn Jahren weitere Wohnungen entstehen. (Bild: rzu)

Den Schnee erledigt das Wetter. Ansonsten ist das ehemalige Fabrikgelände Glasi in Wauwil geräumt, von der einstigen Fabrik ist nichts mehr zu sehen. Radlader und Bagger knarzen und rotieren auf dem brachliegenden Gelände. Im Frühling dieses Jahres fuhren sie ein erstes Mal auf, um in den vergangenen Monaten die ehemalige Liegenschaft vollständig zurückzubauen.

«Nach den Festtagen beginnen die Bauarbeiter mit dem Aushub», erklärt der Gemeinderat Daniel Keusch. Im November erteilte die Gemeinde die Baubewilligung für die erste Etappe mit sechs Mehrfamilienhäusern. Ende 2019, Anfang 2020 sollten gemäss Fahrplan der Bauherrschaft die ersten Bewohner in ihre Wohnungen ziehen. Bis dann entstehen die sechs Mehrfamilienhäuser mit 72 Wohnungen auf den dafür vorgesehenen 9000 Quadratmetern. Zudem sollen Dienstleistungs-, Gewerbe- und Verkaufsflächen geschaffen werden. Dass eine Verkaufsfläche der Grossdetaillist Coop beziehen wird, ist mittlerweile klar. «Coop hat einen Mietvertrag unterschrieben», sagt Daniel Keusch.

Wohnungen als Aushängeschild
Auf den 28 500 Quadratmetern des gesamten Glasi-Areals sollen in den nächsten zehn bis fünfzehn Jahren weitere Wohnungen entstehen. Der Gestaltungsplan sieht einen Mix von Eigentums- und Mietwohnungen passend zu unterschiedlichen Lebensphasen vor. Um eine Aussicht auf das Wauwilermoos zu ermöglichen, wird das Gelände terrassiert, und die fünfstöckigen Gebäude schmal und quer zum Hang angelegt.

Die Gemeinde Wauwil will sich unter anderem mit diesem Projekt als Wohnstandort positionieren. Die über 300 Wohnungen sorgen gemäss Planern für ein Bevölkerungswachstum von 700 bis 800 Personen. Damit der Leerwohnungsbestand in der Gemeinde aber nicht noch weiter steigt (40 im Jahr 2017), wird das Projekt in Etappen umgesetzt. «Mit Investoren von Grossüberbauungen stehen wir in engem Kontakt, damit gute, verträgliche Lösungen erarbeitet werden, sodass in Etappen überbaut wird», sagte die Gemeindepräsidentin Annelies Gassmann im Juli dieses Jahres gegenüber dieser Zeitung.

Grosses Investitionsvolumen
Im September 2016 unterschrieb die Chance Glasi AG mit Sitz in Schenkon den Kaufvertrag für die erste Etappe. Gleichzeitig mit dem Kauf sicherte sich die Chance Glasi AG auch das Kaufrecht für die zweite Realisierungsetappe mit rund 6200 Quadratmetern. Wann diese gebaut wird, ist aber noch unklar, ebenso die restlichen Flächen des Areals. Diese bleiben nach wie vor im Eigentum der Stadtbauentwicklungs AG aus Uster.

2015 lancierte die Gemeinde zusammen mit der Stadtbauentwicklungs AG ein Mitwirkungsverfahren. Bürgerinnen und Bürger von Wauwil konnten sich dabei zum Richtplan und zu den Gestaltungsplänen der Glasi-Überbauung äussern. Das gesamte Investitionsvolumen der Überbauung liegt im Bereich von 130 bis 140 Millionen Franken.

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