270 eingegangene Schadensmeldungen - «Burglind» fegt über Luzern

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In Littau wehte der Wintersturm Burglind ein Baugerüst weg. (Bild: keystone)

Baugerüste, Bäume und einen Lastwagen hat der Sturm Burglind am Mittwochvormittag im Kanton Luzern zu Fall gebracht. 270 Schadensmeldungen gingen bei der Luzerner Polizei ein, wie sie in einer Medienmitteilung schreibt. Insgesamt 45 Feuerwehren waren im Kanton im Einsatz. Auch die Feuerwehren Hürntal und Wiggertal rückten aus. Die Feuerwehrkommandanten Philipp Zemp und Thomas Kilchenmann sprechen aber von Bagatellen. Grossen Schaden richtete der Wintersturm in der Region nicht an. Die Feuerwehren waren hauptsächlich mit Räumungs- und Sicherungsarbeiten beschäftigt.

In Littau wehte «Burglind» ein Baugerüst weg, in Emmen und in Eschenbach kippten ein Lastwagen beziehungsweise ein Lieferwagen um. Verletzt wurde niemand. Auf der Autobahn A2 auf Höhe der Raststätte Neuenkirch lagen Äste auf der Strasse. Diverse Strassen mussten vorübergehend gesperrt werden. Zwei Personen haben sich verletzt. Eine Frau befand sich in einem Auto, als die Frontscheibe in die Brüche ging. Eine Passantin wurde von herumfliegenden Gegenständen getroffen und durch den Rettungsdienst 144 ins Spital gefahren.

Schienenverkehr beeinträchtigt
Auch der Bahnverkehr ist beeinträchtigt. Zwischen Gettnau und Zell auf der Linie Wolhusen–Langenthal liegt ein Hindernis auf dem Gleis, die Regionalzüge fallen aus. Wegen umgewehter Bäume sind zudem in Entlebuch und im Luzerner Hinterland tausende Haushalte ohne Strom. Verspätungen und Zugausfälle gibt es auf der Linie Luzern–Olten zwischen Emmenbrücke und Sursee wegen Unwetterschäden. Im Versorgungsgebiet der Centralschweizer Kraftwerke (CKW) sorgte der Wintersturm für mehrere Stromunterbrüche. Der Sturm machte auch dem Busbetrieb der Luzerner Verkehrsbetriebe zu schaffen: Die Buslinie 1 und 26 war unterbrochen. Ab 15 Uhr konnte vbl jedoch wieder Entwarnung geben. Die Busse verkehrten auf allen Linien wieder nach Plan.

Auf dem Pilatus erreichte der Sturm Burglind eine Geschwindigkeit von 195 Stundenkilometern. Wie SRF Meteo auf Twitter mitteilte, handelt es sich dabei um einen neuen Rekord seit Messbeginn 1981.

Der Wintersturm richtete nach ersten Schätzungen der Gebäudeversicherung Luzern einen Schaden von 3 bis 4 Millionen Franken bei Gebäuden an. Sie rechnet mit ungefähr tausend Schadensmeldungen. Besonders betroffen seien die Gebiete Ruswil, Wolhusen und Entlebuch.

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