In Zofingen gibt es neu zwei Frauenfussballclubs

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Fabian Frei (stehend, links) hat letzten Sommer den FFC Zofingen ins Leben gerufen – über 40 Juniorinnen sind ihm gefolgt. (Bild: zvg)

Das Hoch des Frauenfussballs hält an – auch in Zofingen. Und zwar derart, dass seit letztem Sommer mit dem Frauenfussballclub Zofingen ein zweiter Verein ins Leben gerufen wurde. Im Gegensatz zum SC Zofingen widmet sich dieser aber ausschliesslich dem weiblichen Geschlecht. Besonders ist auch: Ein Grossteil des Trainerstabs und der Spielerinnen war in der vergangenen Rückrunde noch beim SCZ engagiert.

Das wirft die Frage nach dem Warum auf, zumal die SCZ-Frauenabteilung auf eine 9-jährige Geschichte zurückblicken kann und in dieser Zeit einige teils beachtliche Erfolge feiern durfte. «Wir wollten einen Verein gründen, der unabhängig planen und mit den entsprechenden Mitteln arbeiten kann, wie er sich das wünscht», erklärt Fabian Frei, der dem FFCZ als Präsident vorsteht und die B-Juniorinnen trainiert. Mit eigener Dynamik soll so der Frauenfussball im Allgemeinen gefördert werden.

Keine Platzprobleme
Dass mit diesem Schritt in der Thutstadt eine Konkurrenzsituation entstanden ist, macht für Fabian Frei durchaus Sinn. «Die Mädchen können selber entscheiden, welchen Verein sie als wertvoller einstufen», sagt der 25-jährige Zofinger. Probleme mit der Platzbelegung habe es im Stadion Trinermatten bisher jedenfalls keine gegeben. «Das haben wir in Gesprächen mit der Stadt und später zusätzlich mit dem SC Zofingen vor der Gründung geklärt», sagt Fabian Frei, «auf der Trinermatten ist aktuell genug Kapazität vorhanden, wenn man sie richtig nutzt.»

Seine Spiele bestreitet der FFC Zofingen gleichwohl bis zum Ende der laufenden Saison in Wynau. Danach soll auch auf der Trinermatten um Punkte gekämpft werden. «Wir befinden uns in einem Zwischenjahr und klären mit dem Verband die letzten Details des Anmeldeverfahrens ab», sagt Frei. Er versichert: «Wir sind auf gutem Weg, als eigenständiger Klub an der Meisterschaft des Verbands teilzunehmen.» Davon zeugen auch die über 40 Juniorinnen, die den Übertritt zum FFC Zofingen gemacht hatten.

Fortschritte erzielt
Entsprechend zieht Fabian Frei ein halbes Jahr nach der Vereinsgründung eine positive Bilanz. Sowohl die C- wie auch die B-Juniorinnen haben mit ihren bisherigen Auftritten überzeugt. «Die C-Juniorinnen mussten meist gegen ältere Jahrgänge spielen und haben in der Entwicklung grosse Fortschritte erzielt», freut sich Frei.

Der ältere FFCZ-Nachwuchs, der vorwiegend aus jenem Team zusammengesetzt ist, das letzte Saison den Aargauer-Meister-Titel bei den B-Juniorinnen gewonnen hat, zog den Ritt auf der Erfolgswelle weiter. Neben Platz eins in der Meisterschaft stehen die Qualifikationen für den Berner Cupfinal und den Schweizer Cup zu Buche. Als Krönung des ersten Halbjahres hat der FFCZ kürzlich sein Logo präsentiert.

Fabian Frei und seine Vorstandskollegen blicken guten Mutes in die Zukunft. Vorderhand stehe die Nachwuchsarbeit im Fokus. Später, wenn die aktuellen Juniorinnen das entsprechende Alter erreicht hätten, «ist es unser Ziel, diese als Aktive im Klub zu halten». Gleichzeitig könne mit weiteren Juniorinnenteams die Existenz des FFC Zofingen breiter gestützt werden.

Wer hat Interesse?
Mädchen ab Jahrgang 2008, die gerne Fussball spielen möchten, können sich via info@ffc-zofingen.ch oder mittels Kontaktformular auf der Vereins-Homepage melden. Beim FFC Zofingen werden Probetrainings laufend angeboten.

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