Künftig sicherer und flüssiger durch den Henzmannkreisel

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1,78 Millionen Franken kostet der anstehende Umbau des Kreisels Henzmannstrasse in Zofingen. (Foto: Beat Kirchhofer)

165 Millionen Franken will der Kanton Aargau 2018 in seine Strasseninfrastruktur investieren. Für den Werterhalt – also für Belagserneuerungen und -verstärkungen sowie Sanierungen von Brücken und Stützbauwerken – werden 44 Millionen Franken eingesetzt. Solche Projekte stehen derzeit in der Region Zofingen nicht an – dafür die Fertigstellung der neuen Brücke über die SBB-Geleise in Oftringen und des Nord-Asts der Wiggertalstrasse. Neu in Angriff genommen werden der Kreisel Henzmannstrasse in Zofingen sowie die Abschnitte 3 und 4 für den Ausbau der Hinterwilerstrasse von Uerkheim nach Mühlethal.

Kreisel als Teil der Wiggertalstrasse

Beim Kreisel Henzmannstrasse geht es um eine Vervollständigung der Wiggertalstrasse. Die mündet als Untere Brühlstrasse in den Kreisel ein und erfährt ihre Fortsetzung im Süden unter dem Namen Mühlemattstrasse. Diese wiederum führt als Appendix der Wiggertalstrasse in die Strengelbacherstrasse. Das Bauprojekt sieht vor, den Kreisel für den künftigen Mehrverkehr auf der Route der Wiggertalstrasse fit zu machen. Konkret geht es um das Thema Mehrverkehr, aber auch um die Tatsache, dass der Kreisel Teil einer nationalen Route für Schwerverkehr ist – deshalb die eigenartige Geometrie des bestehenden Bauwerks. Dieses hat seinen Ursprung in den 1990er Jahren. Der Henzmannkreisel war einer der ersten im Kanton Aargau. Er weist inzwischen – wegen der gesteigerten Verkehrsdichte – grosse Sicherheitsdefizite auf und ist heute ein nationaler Unfallschwerpunkt.

Dem trägt das Projekt mit Priorität Rechnung. Eine bessere Sicht und neue Knotenäste sollen es richten. Der Aussendurchmesser des Kreisels von 30 Metern wird beibehalten. Zu den Kosten: Die betragen insgesamt 1,78 Millionen Franken, von denen die Stadt Zofingen 850 000 Franken übernehmen muss.

Uerkheim–Mühlethal

Pro Tag verkehren im Durchschnitt rund 1600 Fahrzeuge auf der nur fünf Meter breiten Strasse zwischen Uerkheim und Mühlethal. Ein Kreuzen von grossen Fahrzeugen, wie jenen des öffentlichen Verkehrs, ist gefährlich – oft nur im Schritttempo möglich. Insgesamt befahren tagtäglich 25 Busse – auch Schulbusse – diese Route. Dies hat das Projekt bei den kantonalen Gremien zu einem prioritären werden lassen. Hinzu kommt, dass die Strasse in einem sehr schlechten Zustand ist. Der Kanton nimmt deshalb zwei weitere Abschnitte in Angriff und baut die Kantonsstrasse zwischen dem Uerkemer Ortsteil Hinterwil und dem Gewerbegebiet Grossmatt aus. Insgesamt kosten die Arbeiten 5,5 Millionen Franken, von denen die kleine Gemeinde Uerkheim 880 000 Franken übernehmen muss.

Eine letzte Lücke

Was auf der Strecke Zofingen–Mühle-thal–Uerkheim danach noch aussteht, ist der Ausbau der Strecke durch den Zofinger Ortsteil Mühlethal. Dieses Projekt lag letztes Jahr öffentlich auf. Optimistisch kann man mit einem Baubeginn im Jahr 2019 rechnen. Durchgehend ausgebaut ist die gesamte Strasse somit frühestens im Jahr 2020.

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Warum wird der zu eng gebaute Kreisel nicht endlich vergrössert?

Verena
schrieb am 15.01.2018 01:49
Seit der Kreisel steht, wird dauernd daran herumgebastelt, fest steht, dass der Kreisel für den jetzt schon auf ihn fahrenden Verkehr längst zu eng und zu klein bemessen ist, was auch schon einige Opfer verursachte. Warum wird dieser nicht längst der schon seit Jahren bestehenden Begebenheit angepasst und vergrössert?
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