Die «ChoschtBar» macht Schluss mit Food Waste

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Leer geräumt: Die Waren aus der «ChoschtBar» sind offensichtlich beliebt. Der Verein muss jeweils nur sehr wenige Lebensmittel wegwerfen. OLIVER SCHWEIZER

Die Schweiz gehört zu den reichsten Ländern der Welt. Es steht ausser Frage, dass Herr und Frau Schweizer im Überfluss leben, und Lebensmittelverschwendung gehört in den meisten Lä- den, Restaurants und Privathaushalten zum Alltag. Umso wichtiger werden Vereine wie «ChoschtBar Zofingen», die sich aktiv gegen Food Waste einsetzen.

«ChoschtBar Zofingen» gründete sich am 1. April 2016 im Restaurant Rathaus in Zofingen. Zur ersten Sammeltour kam es aber erst Monate später, nämlich am 10. Dezember. Seit diesem Tag gilt die «ChoschtBar» an der Bifangstrasse 1 in Zofingen für offiziell eröffnet. Der Verein holt in Geschäften und Restaurants Lebensmittel, welche diese nicht mehr gebrauchen können. Mittlerweile spenden aber auch Privatpersonen. Die Lebensmittel können später in den öffentlichen Kühlschränken wiedergefunden werden.

Angebot ist für alle da
Wer gerne Lebensmittel aus der «ChoschtBar» beziehen möchte, muss nicht unbedingt an Armut leiden. «Die ChoschtBar ist für alle offen, unabhängig vom finanziellen oder sozialen Aspekt. Jeder, der das Gefühl hat, dass er etwas gegen Lebensmittelverschwendung unternehmen will, kann bei uns Lebensmittel beziehen», erklärt Armin Plüss, eines der fünf Gründungsmitglieder der «ChoschtBar». Dazu muss der Konsument lediglich eine Mail an code@choschtbarzofingen.ch verfassen. Mit dem Code erhält jedermann freien Zugang zu den Kühlschränken.

Genutzt wird das Angebot laut Armin Plüss hauptsächlich von Personen, welche «finanziell nicht gerade auf der Sonnenseite des Lebens stehen». Es solle sich aber niemand genieren, Ware aus der «ChoschtBar» zu beziehen.

Nach der Weihnachtszeit war eine Zunahme an Spenden durchaus spürbar, wie Plüss verrät. «Von der Bäckerei, bei der wir jeden Abend Ware holen gehen dürfen, gab es mehr Plätzchen als gewohnt und Dreikönigskuchen.»

Im Allgemeinen ist es vor allem Brot, das der Verein in Hülle und Fülle erhält, da die Bäckerei Leutwyler zu den ersten Lieferanten gehörte. Weiter erhält der Verein Konservendosen von Privathaushalten und Restaurants. Aber auch Kosmetikprodukte sind an der «ChoschtBar» zu finden. «Früchte und Gemüse haben wir nicht sehr oft», bedauert Plüss. Täglich kann der Verein Ware von der Bäckerei und dem Bioladen in Zofingen abholen. In unregelmässigen Abständen sind es noch ungefähr sechs weitere Geschäfte und Restaurants, die zugunsten der «ChoschtBar» Waren spenden.

Noch immer ist der Verein auf der Suche nach neuen Spendern. «Wir halten weiterhin die Augen offen. Wer einen Laden oder ein Restaurant hat und regelmässig Lebensmittel fortwerfen muss, darf sich ungeniert bei uns melden», so Plüss. Auch über neue Helfer freuen sich die Vereinsmitglieder. Die Helfer gehen mit auf die täglichen Touren, wobei eine Tour normalerweise weniger als eine Stunde dauert, und helfen bei der Reinigung der Schränke. «Wer Interesse daran hat, uns zu unterstützen, ist jederzeit willkommen», sagt Plüss. Gerne würde er breiter fahren. Mit mehr Helfern liesse sich unter anderem noch aktiver über Food Waste informieren. «Im Moment haben wir dazu nicht die Kapazität.» Insgesamt seien sie aber mit der «ChoschtBar» und wie sie seit der Eröffnung gelaufen ist, sehr zufrieden. «Mengenmässig geht es immer sehr gut auf. 80 bis 90 Prozent der Ware, die wir bekommen, werden wir auch wieder los», sagt Plüss.

WIE SICH FOOD WASTE VERMEIDEN LÄSST

In der Schweiz landet rund ein Drittel der Lebensmittel statt auf dem Teller im Müll. Auf eine einzelne Person runtergerechnet, sind das 320 Gramm einwandfreie Lebensmittel, die tagtäglich verschwendet werden. Durch cleveres Einkaufen, das Kochen kleinerer Mengen und Resteverwertung lässt sich diese Menge an weggeworfenen Lebensmitteln verringern. Weitere Infos auf www.foodwaste.ch 

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