MG Richenthal-Langnau: Neuuniformierung und Rom-Reise stehen bevor

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Renate Grüter-Egli (Cornet) und Beat Kneubühler (Euphonium) begeisterten mit ihrem musikalischen „Tête à Tête“. (Emil Stöckli)

Das Einheitsgewand mit dem türkisgrünen Veston und den schwarzen Hosen begleitete die Band während 24 Jahren bei wichtigen Auftritten. Einige der Band-Mitglieder dürften deshalb etwas Wehmut verspürt haben, als sie auf die Bühne marschierten, wo allerdings keine Zeit für triste Gedanken blieb. Im Gegenteil – bereits beim Auftakt mit dem beschwingten Eröffnungsstück „Pulsar“ von Alan Fernie war volle Konzentration gefordert. Die ausgestrahlte Energie des schnell rotierenden Neutronensterns schien die Band zu beflügeln, interpretierte sie doch anschliessend auch die „Legenda rumantscha“ (Oliver Waespi) mit Bravour. In dieser Rhapsodie verarbeitet der Schweizer Komponist sechs romanische Volkslieder, bei deren Wiedergabe die einzelnen Register gefordert waren. In „One day in your life“ (Brown/Armand; arr. Darrol Barry) begeisterte Ramona Arnold mit ihrem subtil vorgetragenen Eb-Horn-Solo, bevor der erste Teil mit dem schwungvoll vorgetragenen Konzertmarsch „The Contestor“ des walisischen Komponisten T. J. Powell endete.

Die Fortsetzung des Abends stand unter dem Motto „Zurück in die Zukunft“. Im Hinblick auf die bevorstehende Trennung von der bisherigen Uniform, trug die motivierte Band verschiedene Werke - die während der letzten 24 Jahre an Jahreskonzerten auf dem Programm standen - vor. Die Titelmelodie der dreiteiligen Science-Fiction-Filmkomödie „Back to the future“ (Alan Silvestri; arr. Darrol Barry) bildete den imposanten Auftakt des zweiten Teils. Anschliessend kamen die Konzertbesucher in den Genuss eines musikalischen „Tête à Tête“ (Roy Newson), das von Renate Grüter-Egli (Cornet) und Beat Kneubühler (Euphonium) virtuos „zelebriert“ wurde. Mit „Birdland“ (J. Zawinul; arr. Philipp Starke) folgte ein Fusion Jazz-Stück, das zum Big-Band-Standard avancierte. Die nachfolgende „Bohemian Brass Polka“ (Adam Husec) entsprach ganz dem Gusto des Publikums.

Johanna Bättig, Buttisholz – eine ehemalige Dirigentin der MG Richenthal-Langnau – die ebenso kompetent wie humorvoll durch das Programm führte, kündigte zum Ende des zweiten Teils mit „Leningrad“ (Billy Joel, arr. Ron Sebregts) und „Ruby Tuesday“ (M. Jagger/K. Richard) zwei weitere gefällige Melodien an. Das Publikum forderte mit frenetischem Beifall Zugaben, die die Band mit „The Floral Dance“ (Katie Moss; arr. Derek Broadbent) und „A little Prayer“ (Evelyn Glennie; arr. Robert Childs) gerne gewährte.

Präsident Josef Emmenegger bedankte sich bei Gönnern und Sponsoren und hiess zahlreiche Delegationen befreundeter Vereine willkommen. Er wies auf die beiden bevorstehenden Höhepunkte des Vereinsjahres 2018 hin. Im Mai reist die Band für fünf Tage nach Rom, um im Vatikan bei der Vereidigung der neuen Schweizergardisten aufzuspielen. Am 8. September präsentieren Musikantinnen und Musikanten anlässlich der Neuuniformierung erstmals ihr neues Einheitskleid. Emmenegger bedankte sich auch beim talentierten Dirigenten Fabian Brudermann, der weiterhin für eine positive musikalische Entwicklung der MG Richenthal-Langnau zuständig sein wird. Einen Dank richtete er zudem an die beiden Nachwuchsformationen Wiggertaler Jugendorchester mit Dirigent Michael Barmet (Samstag) und die Brassinis der Musikschule Reiden unter der Leitung von Phlipp Renggli (Sonntag), welche die beiden Konzertabende eröffneten.

 

 

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