Test der Ticket-App im Aargau verläuft erfolgreich

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Bild: zVg

Im September berichtete die AZ, dass im A-Wellegebiet ab sofort eine App genutzt werden kann, mit der man die Fahrt im öffentlichen Verkehrsmittel mit einer Wischbewegung anmelden und mit einer weiteren Wischbewegung wieder beenden kann. Verrechnet wird dann der günstigste Preis.

Stefan Kalt, Direktor der Regionalen Verkehrsbetriebe Baden-Wettingen (RVBW), war eine der treibenden Kräfte, die die von Privaten entwickelte App in den Aargau holten. Er habe bisher praktisch nur positive Reaktionen erhalten, sagt er: «Die App ist für Leute, die den öffentlichen Verkehr (öV) nicht oft nutzen, und gerade auch für ältere Leute, eine gute neue Möglichkeit zum Billettkauf. Wer das nicht selbst tun mag, kann gewiss jemand Jüngeren bitten, die App zu installieren (Voraussetzung ist eine Kreditkarte). Deren Handhabung ist dann sehr einfach. Sie erspart zudem das Studium der komplizierten Zonentarifpläne.» Die Billettverkäufe sind noch auf tiefem Niveau, nehmen aber markant zu. Im November wurden im A-Wellebereich rund 6000 Einzelbillette mit fairtiq gelöst, im Dezember bereits 8500. Allein am 17. Januar wurden auf diese Weise 380 Tickets gekauft. Kalt: «Der Anteil an den verkauften Einzelfahrausweisen ist noch sehr klein. Ich bin aber überzeugt, dass er bald auf 5 Prozent steigt. Erst recht dann, wenn fairtiq ab Ende März, anfangs April gesamtschweizerisch genutzt werden kann. Das gibt nochmals massiv Schwung.» Dass fairtiq national wird, bestätigt Gründer und Geschäftsführer Gian-Mattia Schucan. Ab Frühling lässt sich das Angebot schweizweit nutzen. Schucan erwartet, dass dies nochmals einen Sprung nach oben bringt.

SBB integrieren fairtiq
Fairtiq wird aber auch in die PreviewApp der SBB integriert. Voraussichtlich im Frühling, bestätigt Mediensprecher Oli Dischoe. Wenn sie so weit sind, wollen die SBB an einer Medienorientierung informieren.

Weil fairtiq bereits in ihrem ganzen Verbreitungsgebiet gilt, ist indirekt auch die A-Welle involviert. A-Welle-Geschäftsführer Martín Osuna stellt wie Stefan Kalt beim Nutzen von öV-Apps riesige Zuwachsraten fest. Das sei zwar kein Wunder, weil es die Apps nach dem Prinzip «Check In – Assisted Check Out» noch nicht lange gibt, und alle bei Null starteten, schränkt Osuna ein. Derzeit wird erst knapp ein Prozent der AWelle-Billette über diese App verkauft. Deren Handicap ist, dass sie bislang nur in bestimmten Tarifverbünden gültig ist. Parallel dazu testen zudem SBB, BLS und Postauto die App «Lezzgo plus». Osuna hofft, dass sich eine der Apps auf dem Markt durchsetzt. Am liebsten wä- re ihm, wenn die meistgenutzte öV-App, die der SBB, «künftig nebst dem Billettkauf vor einer Reise zusätzlich ein Angebot nach dem Prinzip ‹check in, check out› anbietet» (auf der SBB-Preview-App kommt dies). Zwingend sei, so Osuna, «dass jede App für dieselbe Fahrleistung denselben Preis verrechnet».

Zahl der Automaten nimmt ab
Dereinst sollen mehrere Apps flächendeckend genutzt und natürlich auch weiterhin vor Fahrantritt Billette von A nach B gekauft werden können. Eine gemeinsame öV-IT-Plattform soll dies ermöglichen, sagt Ueli Stückelberger, Direktor des Verbandes öffentlicher Verkehr (VöV). Die Kunden sollen selbst entscheiden können, welches Angebot sie nutzen. Und man sei sich einig, dass dasselbe Fahrangebot auf allen Apps gleich viel kosten muss. Selbstverständlich könne man auch künftig Billette am Schalter kaufen, gerade wenn damit schwierige Fragen verbunden sind, betont der VöV-Direktor. Aber man erwarte schon, dass künftig weniger Billettautomaten nötig sind: «In grossen Städten nimmt deren Zahl bereits ab, da immer mehr Tickets per Mobile gelöst werden.»

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