Reinach: Ein türkischer Investor hat den traditionsreichen «Bären» gekauft

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Manche Hotelzimmer sind noch vermietet, das Restaurant ist seit längerem geschlossen. Ende März verlässt der bisherige Pächter den «Bären» definitiv. (Bild: Rahel Plüss)

Der Reinacher «Bären» hat einen neuen Besitzer. Das Restaurant ist seit einigen Monaten zu, das Hotel bleibt noch bis Ende März in Betrieb. Pächter Salvo Bonarrigo, der den Gasthof seit Herbst 2015 geführt hat, gibt zu einem guten Stück der Riesenbaustelle im Reinacher Dorfzentrum Schuld für das Ausbleiben der Gäste und nicht zuletzt für die Schliessung seiner Beiz, wie er sagt.

Bis anhin war der Michelsämter Gastrounternehmer Hermann Stocker aus Beromünster Eigentümer des «Bären». Wie er gegenüber der AZ schon früher sagte, wars für ihn nicht einfach, Pächter für das Traditionshaus zu finden. Nachdem die langjährigen Wirte Anita und Oskar Müller 2014 aus gesundheitlichen Gründen aufgehört hatten, stand der «Bären» über ein Jahr leer.

36 Jahre lang hatte der legendäre «Bären-Oski», der am 15. November 2017 verstorben ist, den Gasthof zusammen mit seiner Frau erfolgreich geführt. 1978 trat er in die Fussstapfen seines Vorgängers Walter Nigg. Als junger Koch mit grossen Zielen kaufte er das Hotel und machte aus ihm einen Treffpunkt von Alt und Jung, von weniger und besser situierten Leuten. Im «Bären» logierte etwa auch Friedrich Dürrenmatt, als er im Saalbau eines seiner Stücke probte. Die Älteren im Tal erzählen sich noch heute, wie der grosse Künstler jeweils nach den Theaterproben die «Bären»-Bar leerte.

Vielfältige Firmengruppe
Neuer Besitzer ist Orhan Öztas aus Brugg respektive Zürich. Der Türke erklärt gegenüber der AZ, dass er den «Bären» voraussichtlich weiterhin als Restaurant betreiben wolle, unter anderem um den selber erfundenen Energy Drink «Jet» abzusetzen. Öztas Firmengruppe ist sehr vielfältig, er war auch schon in den Medien – etwa wegen einer «Migrolino-Kopie».

Unter dem Namen «Pirolino» hat er vor Jahresfrist in Zürich einen kleinen Supermarkt lanciert, dessen Logo dem «Migrolino»-Schriftzug zum Verwechseln ähnlich sieht, was ihm Streit mit der Migros einbrachte, wie «Blick» berichtete. 

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