Verliebt in eine «wunderbare Landschaft» im Fernen Osten

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Jolanda Eggenschwiler (links) und Master Giuseppe Ferrandino haben in Südkorea neben den Hajdong-Gumdo-Weltmeisterschaften auch schon an den «Mulympics», den Olympischen Spielen für Kampfsportarten, teilgenommen. (Bild: zvg)

Nicht nur die Sportlerinnen und Sportler wollen sich an Olympischen Spielen von ihrer besten Seite zeigen. Dieses Ziel verfolgt auch der Gastgeber, im aktuellen Fall Südkorea. Dass den Einwohnern des ostasiatischen Staats dieses Unterfangen gelingt, bezweifelt Jolanda Eggenschwiler nicht: «Beim südkoreanischen Volk steht die Gemeinsamkeit im Vordergrund. Der Olympische Gedanke wird auch im Alltag gelebt», sagt sie.

Die Kampfkunsttrainerin aus Eich weiss aus eigener Erfahrung, dass der Sport im Land des Olympia-Austragungsorts einen hohen Stellenwert geniesst. Als Schwarzgurtträgerin in der koreanischen Schwertkunst-Disziplin Hajdong Gumdo hat Jolanda Eggenschwiler unter der Leitung von Master Giuseppe Ferrandino, dem Leiter der Kajzen-Schulen in Eich, Hägendorf und Bern, schon mehrmals an Wettkämpfen in Südkorea teilgenommen und auf diese Weise Land, Leute und Kultur kennen gelernt.

«Bewegung ist einer ihrer Wege zur Schulung von Konzentration und Disziplin, zudem werden so Tugenden wie Respekt und Würde gepflegt», erklärt Eggenschwiler. Es ist deshalb üblich, dass Kinder bereits im Alter von zwei bis drei Jahren die Nationalsportarten Taekwondo oder Hajdong Gumdo täglich trainieren.

Engagiert und offen
Von ihren Reisen in den Fernen Osten sind bei Jolanda Eggenschwiler auch die Eindrücke abseits des Wettkampfgeschehens haften geblieben. «Südkoreaner wollen ein perfekter Gastgeber sein und den Leuten ein nachhaltiges Gefühl für ihr Land vermitteln», erzählt die Geschäftsführerin des Kajzen in Eich. Sie habe die Einwohner als sehr engagiert und offen wahrgenommen. «Es sollen sich alle Gäste wohlfühlen. Wir wurden deshalb bei unseren Besuchen immer mit feinem Essen verwöhnt», sagt Eggenschwiler und lacht.

Das Einhalten von Respekt und Rang sei ausserdem ebenso wichtig wie die Familie oder die Loyalität gegenüber dem Arbeitgeber. «In Südkorea wird nie direkt Kritik geübt», sagt Eggenschwiler, die viele Freundschaften mit Menschen aus dem Land des Olympia-Gastgebers pflegt.

Wie in der Schweiz
Die Olympischen Winterspiele verfolgen Jolanda Eggenschwiler und Giuseppe Ferrandino aufmerksam im Fernsehen mit. Bei Bildern aus Yongpyong, dem Austragungsort der alpinen Ski-Wettkämpfe, werden Erinnerungen an eine «wunderbare Landschaft» wach. «Mit den Pisten, Sesselliften und dem Chalet sieht es dort beinahe aus wie in der Schweiz», schwärmt Eggenschwiler.

Diese Infrastrukturen beweisen, dass sich Südkoreaner für die Kulturen anderer Länder interessieren. «Allerdings beklagen sie sich nie über das Wetter, was bei uns etwas anders ist», sagt sie schmunzelnd. Der starke Wind, der bisher vor allem bei den Olympischen Ski-Wettbewerben zu zahlreichen Verschiebungen geführt hat, dürfte die Einwohner also nur bedingt stören.

Auf die Frage, ob die beiden nun den Schweizer oder eher den einheimischen Wintersportlern die Daumen drücken, gibt sich Jolanda Eggenschwiler – wie es sich für eine Schwertkünstlerin gehört – diplomatisch: «Wir wünschen jedem einzelnen Athleten, dass es ihm gelingt, sein Bestes zu geben.»

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