In fünf Jahren soll das neue Stadion des SC Langenthal stehen

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Stephan Anliker, Markus Meyer, Reto Müller und Gian Kämpf (von links) wollen den Langenthaler Stadion-Schwung ausnutzen. (Bild: Leroy Ryser)

Es herrschte eine lockere Stimmung bei der Medienkonferenz der Stadt Langenthal, dem Verein Arena Oberaargau und dem SC Langenthal im Zusammenhang mit der neuen Eissportinfrastruktur. Die Teilnehmer sprachen von erfreulichen Fortschritten und verheissungsvollen Perspektiven für den Eissport im Oberaargau.

«Es hat lange gedauert. Die Freude und Erleichterung ist dadurch aber umso grösser», sagt Markus Meyer, Präsident des Vereins Arena Oberaargau. Der Entscheid, die neue Eissportinfrastruktur im Hard zu bauen sei auf breite Akzeptanz gestossen, zumal die Voraussetzungen auf einer grünen Fläche ideal sind.

Tochtergesellschaft gegründet
Diesen Schwung will der SC Langenthal nun nutzen. Deshalb hat der Eishockeyverein eine Tochtergesellschaft gegründet, die sich um die Planung, Finanzierung und die Realisierung des Baus kümmern soll. Die sogenannte Arena Oberaargau AG wird von SCL-Geschäftsführer Gian Kämpf als VR-Präsident geführt, Markus Meyer wird ebenfalls im Verwaltungsrat vertreten sein. Die Organisation wird in künftig entstehenden Fragen als Ansprechperson dienen und die allgemeine Organisation zum Start aufnehmen und später für den Betrieb sorgen.

«Wir sind froh, dass der SC Langenthal diesen Puck aufgenommen hat», sagte Stadtpräsident Reto Müller. Der Gemeinderat werde für die städtischen Interessen wie Breitensport, öffentlicher Eislauf oder Schulsport einstehen, darüber hinaus sehe sie sich nicht als verantwortlich für den Bau, sondern eher in Form einer Partnerschaft (sogenanntes PPP-Projekt) beteiligt.

«Mit diesem System gibt es die Möglichkeit, dass private Investoren auf den Bau Einfluss nehmen können. Wir werden das Projekt als Planungsbehörde begleiten, weil es eine wichtige Infrastruktur für unsere Ortschaft sein wird», so der Stadtpräsident weiter. Dass es bei diesem speziellen Projekt nun «vorwärts» gehe, freue ihn, er sei wahrlich begeistert.

Gutes Team ist entstanden
Erfreut zeigte sich auch SCL-Verwaltungsratspräsident Stephan Anliker. «Eigentlich hat das zu lange gedauert. Schon im Jahr 2002 führten wir Gespräche wegen der Infrastruktur», erinnert sich Anliker. Seither sei viel Zeit vergangen, in der für eine neue Infrastruktur gekämpft wurde. Mittlerweile sei offensichtlich, dass die Stadt, der SCL und auch der Verein Arena Oberaargau am gleichen Strick ziehen und deshalb ein gutes Team entstanden ist.

Wie die nächsten Schritte aussehen, ist noch nicht genau definiert. Einerseits geht es darum, Bedürfnisse zu erfassen und mögliche Nutzer und Investoren zu finden. Andererseits muss auch die Finanzierung geklärt werden. «Mein Ziel wäre es, dass das Stadion in fünf Jahren steht», sagt Markus Meyer und verdeutlicht: «Zwei Jahre Planung, zwei Jahre Bauzeit und ein Jahr Reserve.»

Eine ansprechende Bauzeit ist auch der Stadt ein Bedürfnis, weil sie parallel dafür sorgen muss, dass der Schorenstandort bis zum Ende des Betriebes nationalligatauglich bleibt. Der SC Langenthal kann dennoch bereits jetzt nach vorne schauen und sich auf ein neues zu Hause freuen. «Ein zweites Eisfeld muss dazu gehören. Und es muss für über 5000 Zuschauer Platz haben, damit es in der ganzen Nationalliga tauglich ist», wünscht sich Gian Kämpf.

Stephan Anliker hofft insbesondere den Event «Eishockeyspiel» und seine Qualität im neuen Stadion deutlich verbessern zu können und Markus Meyer war es ein Anliegen, dass das neue Stadion breit genutzt werden kann und wirtschaftlich solid dastehen wird.

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