Spitex Debatte: «Den demokratisch gefällten Beschluss mit einem Ja bestätigen»

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Jakob Scheibler (Archivbild ZT) befürwortet als Präsident des Seniorenzentrums Hardmatt natürlich die Hardmatt-Lösung.

Mit der demografischen Alterung wird das Thema Alterspflege zunehmend akuter und unsere Gesundheitspolitik massgeblich bestimmen. So braucht es alternative Versorgungskonzepte, um dem Trend der steigenden Gesundheitskosten nachhaltig entgegenzuwirken. Dies ist in der Idee des Seniorenzentrums Hardmatt, das Synergien von stationä- rer und ambulanter Pflege unter einem Dach zusammenfasst. Auch die Gemeinde Aarburg hat die Verantwortung übernommen und geht einen eigenen Weg. Einen Weg, der die Kosten für ambulante Spitex-Leistungen mutmasslich um die Hälfte senken wird.

Unser Seniorenzentrum zeichnet sich durch eine hohe Fachkompetenz aus. Wir erfüllen alle gesetzlichen und strukturellen Kriterien, die für den Betrieb einer stationären und ambulanten Institution gefordert sind. Dem Referendumskomitee ist wohl entgangen, dass die Hardmatt schon heute für die Spitex die operativen Aufgaben wie beispielsweise das Rechnungswesen, die Informatik und die gesamte Lohn- und Leistungsabrechnung abwickelt. Ebenso hat das Komitee auch nicht recherchiert, dass unsere erfahrenen medizinisch-pflegerischen Fachpersonen für alle Klienten der Spitex während der Nacht die ersten Ansprechpersonen sind und damit die Anforderungen betreffend Notfallorganisation erfüllen.

In den Statuten der Regional-Spitex ist geschrieben, dass alleine der Verwaltungsrat mit der Geschäftsleitung zusammen den Aufbau der neuen Spitex bestimmen wird. Damit schliessen sie die beteiligten Gemeinden aus, sich betreffend den Standorten (Hauptsitz und Stützpunkte) zu äussern. In der Konzeption der Arbeitsgruppe «zofingenregio» werden auch keine Aussagen über die Höhe der nicht verrechenbaren Kosten wie das Entgelten der Wegstrecken, den administrativen Aufwand, die Mietkosten, die Kosten für den Verwaltungsrat und Geschäftsleitung sowie die Ertragsminderung infolge Wegfall von Mitgliederbeiträgen gemacht. Ich frage mich, wie sich der Souverän mit diesen vielen Lücken an Informationen ein sachliches Bild machen soll.

Demgegenüber steht unser Businessmodell mit einer klaren Kostenbetrachtung über die nächsten vier Jahre. Unsere Lösung ist effizient und kostensparend. Das Angebot lautet: 45 Franken pro Einwohner für ambulante Leistungserbringung. Hochgerechnet mit der Einwohnerzahl per Ende 2017 entspricht das einem Jahresaufwand von 215000 Franken.

Das nach der Gemeindeversammlung vom 24. November 2017 formierte parteiübergreifende Referendumskomitee macht in seinem Referendumstext keine greifbaren Aussagen, was die Absicht und die wirtschaftlich interessanten Fakten einer «Gross-Spitex» sind. Es nimmt sich aber die Freiheit, unsere Lö- sung mit unsachlichen Feststellungen infrage zu stellen.

Für Strengelbach hat sich seit der Gemeindeversammlung nichts verändert. Dasselbe gilt leider auch für die Arbeitsgruppe «zofingenregio». Bis dato liegen weder neue noch prä- zisere Aussagen zu ihrer Lösung vor. Gerne erklären wir, wieso die Hardmatt-Lö- sung eine valable Alternative zur Regionalisierung der Spitex ist. Dazu laden wir am nächsten Dienstag, 20. Februar, um 19 Uhr zu einer Informationsveranstaltung ins Seniorenzentrum Hardmatt ein.

Ich empfehle, den demokratisch gefällten Gemeindeversammlungsbeschluss zu respektieren und diesen am 4. März an der Urne mit einem JA zu bestätigen. Ein Entscheid, mit dem Bürgerinnen und Bürger Verantwortung für die Entwicklung im Gesundheitswesen übernehmen.

Lesen Sie, was Roger Lussi als Gegner der Hardmatt-Variante sagt

HINTERGRUND

An der Gemeindeversammlung vom 24. November entschied der Strengelbacher Souverän ganz knapp, bei der geplanten SpitexFusion nicht mitzumachen. Stattdessen wurde der Gemeinderat beauftragt, mit dem Seniorenzentrum Hardmatt eine Leistungsvereinbarung abzuschliessen. Ein Komitee aus Mitgliedern von CVP, FDP und SP sowie Mitarbeiterinnen der Spitex haben daraufhin Unterschriften gesammelt, um das Hardmatt-Modell an die Urne zu bringen. 474 Unterschriften kamen zustande. Am 4. März stimmen die Strengelbacherinnenund Strengelbacher nun darüber ab, ob sie die Hardmatt-Lösung wollen oder nicht.

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