Rothrister Traditionsmarke Rivella steht kurz vor der Lancierung eines neuen Getränks

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«Urs», das neue Getränk aus dem Hause Rivella, soll im März in vier Städten der Deutschschweiz lanciert werden. (Bild: Keystone/Handelszeitung.ch/Montage_AZ)

Der Rothrister Traditionsbetrieb Rivella soll kurz davor stehen, ein neues Getränk auf dem Markt zu lancieren. Das schreibt die «Handelszeitung» heute Donnerstag. Das alkoholfreie Erfrischungsgetränk mit Limetten- und Wermutgeschmack soll «Urs» heissen und einen Eisbären auf dem Etikett tragen. 

Speziell an der Lancierung des neuen Produkts ist, dass es weder zur Marke Rivella noch zu den hauseigenen Brands Michel oder Passaia gehören wird. Vielmehr soll es als eigenständige Marke eine neue Ära im Familienbetrieb einläuten.

Neue Innovationsplattform
Rivella bestätigt die Neuausrichtung seines Unternehmens. «Rivella ist am Aufbauen eines strategischen Geschäftsbereichs», erklärt Unternehmenssprecherin Monika Christener auf Anfrage der «Handelszeitung». Unter dem Namen «Cin Cin» wolle das Aargauer Traditionsunternehmen künftig eine Innovationsplattform unterhalten, deren Ziel es ist, «neue Getränkekonzepte aus­serhalb des bestehenden Marken- und Kundenspektrums für den Schweizer Markt zu entwickeln». 

Das erste Produkt dieses neuen Geschäftsbereichs werde im März in vier Städten der Deutschschweiz lanciert, schreibt die «Handelszeitung» weiter.

Hoffnung auf Umsatzsteigerung
Mit der Schaffung des neuen Geschäftsbereichs und der Lancierung des neuen Getränks hofft Rivella auch, die Umsätze wieder anzukurbeln. Denn seit 2003 gehen diese zurück, wie die «Handelszeitung» ausführt. Waren es 2003 noch 160 Millionen Franken Umsatz, resultierten 2016 rund 20 Millionen weniger.

In der Vergangenheit hatte Rivella öfters Probleme, erfolgreich Innovationen an die Leute zu bringen. Bekanntestes Beispiel dafür ist Rivella Gelb, dass 2008 kostspielig lanciert wurde, nach vier Jahren aber bereits wieder vom Markt genommen wurde.

Auch Liqit, das kalorienarme Fruchtgetränk, dass 2016 lanciert wurde, hat bislang einen schweren Stand. Bei Coop sind zwei der drei Geschmacksrichtungen bereits wieder aus dem Sortiment verschwunden, wie der Grossverteiler auf Anfrage der «Handelszeitung» bestätigt. (luk)

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